Bärlauch
In den vergangenen Jahren wurde er wieder entdeckt, der Bärlauch, nachdem er über lange Zeit ein Dornröschen-Dasein geführt hatte. Genutzt und gesucht nur von Kennern. Heute ist es geradezu Pflicht, dass ein Restaurant in der Bärlauch-Zeit mindestens eine Bärlauchsuppe anbietet. Aber auch viele Hausfrauen haben den Bärlauch als die feinste Version des Knoblauchs für Ihre Küche entdeckt.
Wo findet man Bärlauch?
In feuchten Laub- und Auwäldern, auf humusreichem Boden. Buchenwälder sind bevorzugter Standort des Bärlauch. Er liebt die Wärme, jedoch nicht die direkte Sonne. Seine Blätter sind ähnlich denen des Maiglöckchens oder auch der Herbstzeitlose. Eine Verwechslung ist aber fast auszuschließen, weil der Bärlauch so stark nach Knoblauch duftet.
Im Mai beginnt er weiß zu blühen. Seine Blätter sind dann nicht mehr so aromatisch und zart.
Vor der Verwendung in der Küche muss der Bärlauch gründlich in Essigwasser gewaschen werden (Fuchsbandwurm!) .
Wirkung:
Bärlauch bewirkt vor allem die Ausscheidung von Schwermetallen, z.B. Quecksilber, er wirkt wie der Knoblauch Herz-Kreislauf-stärkend, vorbeugend gegen Arteriosklerose, beeinflusst erhöhten Blutdruck günstig, er wirkt anregend auf Haut und Magenschleimhäute, fördert die Verdauung, absorbiert Gase, die bei der Verdauung entstehen, regt die Galle und die Nierentätigkeit an. Er wirkt ganz generell desinfizierend und enthält Vitamin C.
Die Blüten oder die in feine Streifen geschnittenen Blätter in Öl eingelegt, ergeben eine feine Salatwürze. Die kleinen, grünen, im Juni gesammelten Samen lassen sich als mild knofelnde Kapern einlegen: waschen, salzen, einen Tag ziehen lassen, abtrocknen, in Essig aufkochen und heiß in Schraubgläser füllen. Kühl und dunkel aufbewahren.
Letzte Änderung: 7.4.2003 19:20:00
- Autor: ingrid
- Letzter Autor: ingrid
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