Zuckerkonsum ist schädlich


Ein Beitrag von Joachim im Forum:


Der Mensch ist aus seiner Entwicklung heraus an eine naturbelassene Nahrung angepaßt - er bleibt dann am gesündesten, funktioniert am besten, wenn seine Ernährung möglichst naturbelassen ist.

Zucker ist nun so ziemlich das Gegenteil davon. Bei der Herstellung werden ja Tonnen von Zuckerrüben zerkleinert und der Zucker herausgewaschen. Das ganze wird dann eingedickt, gereinigt, auskristallisiert und kommt dann so als Fabrikzucker in den Handel.

Der Mensch könnte nun problemlos Zuckerrüben essen, bis sie ihm zu den Ohren herauskommen, es hätte keine gesundheitlichen Nachteile. Zum einen könnte er gar nicht so viel davon essen, bevor ihm schlecht würde, zum anderen enthält die Rübe neben dem Zucker eine große Anzahl anderer Vitalstoffe, die unser Stoffwechsel benötigt, um den fruchteigenen Zucker im Körper verarbeiten zu können.

Allerdings gibt es da einen Unterschied:

1. Die Menge. Mal eben einen Löffel Zucker in den Kaffee geht schnell, aber wenn man sich überlegt, wieviel Zuckerrübe man essen müßte, um diese Zuckermenge zu verzehren, dann wird einem schnell klar, daß hier andere Mengen zusammenkommen, zumal Fabrikzucker ja in fast jedem Produkt enthalten ist. Auf solche Mengen ist der Organismus nicht eingerichtet.

2. Die Geschwindigkeit. Der Kaffee ist schnell getrunken, der Schokoriegel schnell gegessen. Wir führen dem Körper den Zucker dabei in einer Geschwindigkeit zu, die mit natürlicher Nahrung nie erreichbar wäre. So schnell könnte man die nötige Menge Zuckerrüben gar nicht verzehren, von der Menge gar nicht zu reden.

3. Die Isoliertheit: Der Fabrikzucker im Kuchen ist ein chemisch reines, hochkonzentriertes Isolat, völlig frei von Vitalstoffen. Während man beim Zuckerrübenessen die nötigen Vitalstoffe gleich mit aufnimmt, fehlen sie beim Fabrikzucker vollständig. Der Stoffwechsel muß daher eigene Reserven angreifen, sofern vorhanden. Das sind vor allem die Vitamine der B-Gruppe, die u.a. auch für das Nervensystem dringend benötigt werden. (Wer jetzt auf die Idee kommt, daß das ja etwas mit ADS zu tun haben könnte: Gratulation!)

Der Zucker wirkt also gleich in mehrfacher Hinsicht schädlich. Er überfordert durch die Menge und Konzentration die Regulationsmechanismen des Stoffwechsels. Durch die schnelle Aufnahme und die hohe Konzentrationen muß der Körper sehr schnell - unnatürlich schnell - große Mengen Insulin bereitstellen. Da der Fabrikzucker aber durch die Isolation sehr schnell abgebaut ist, verbleibt zu viel Insulin im Blut und der Stoffwechsel landet im Unterzucker. Das bringt den Betroffenen dann dazu, wieder etwas zuckerhaltiges zu essen, wodurch das ganze Spiel von neuem beginnt. Der permanente Streß, den man der Bauchspeicheldrüse damit zuführt, überfordert sie langfristig und trägt entscheidend zu Diabetes bei.

Weiterhin muß der Körper nicht nur Insulin, sondern auch die nötigen Vitalstoffe sehr schnell und in großer Menge bereitstellen, um den Zucker verarbeiten zu können. Bildlich gesprochen reißt der Zucker damit vor allem die Vitamine der B-Gruppe an sich, so daß alle Bereiche im Körper, die ebenfalls auf diese Vitalstoffe angewiesen sind, Probleme bekommen. Das führt dann zu den unterschiedlichsten Auswirkungen, neben den schon erwähnten Nerven ist unter anderem das Immunsystem davon stark betroffen.
Auch Krebs wird durch den Zucker gefördert ("Sugar feeds cancer"). Gerade durch diese schädliche Wirkung in allen Stoffwechselbereichen ist Zucker (und das Auszugsmehl, das nichts wesentlich anderes ist) Hauptverursacher aller ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten und muß daher generell gemieden werden.

Darüber hinaus ist Zucker das einzige Nahrungsmittel, das eine Sucht auslöst - sowohl körperlich als auch psychisch. Zucker darf übrigens aufgrund dieser schädlichen Wirkungen nach einem Gerichtsbeschluß ganz offiziell als Schadstoff bezeichnet werden.
Wenn du mehr darüber lesen möchtest, dann empfehle ich:

"Zucker, Zucker - Krank durch Fabrikzucker" von M.O.Bruker,

Ciao, ...Joachim


Letzte Änderung: 10.5.2003 09:38:27 - Autor: ingrid - Letzter Autor: ingrid
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