EisenGeschrieben von Sabsi am 23. November 2003 10:26:43: Als Antwort auf: Speichereisen geschrieben von Bernd am 23. November 2003 06:14:11: Hallo Bernd nicht nur Fleich enthält Eisen, auch Zucchinis, Spinat, Rote Beete, Rosenkohl, Möhren, Mangold, Lauch, Kürbis, Grünkohgl Feldsalat Erbsen, Endiviensdsalat, Champignons, Blumenkohl, Artischocken, Nüsse, grünes Blattgemüse, Samen und Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Bohnen, Linsen usw.), Petersilie, Brunnenkresse, Algen,.. Siehe dazu auch vegetarismus.ch: Eisen in der Ernährung Vielen Vegetariern wird immer wieder gesagt,sie sollten Fleisch essen oder wenigstens Eisenpräparate einnehmen, damit sie ihren Eisenbedarf decken könnten. Einige Menschenlassen sich dadurch sogar von der gesünderen, vegetarischen Ernährungsweise abbringen. Wie steht die Wissenschaft zu dieser weitverbreiteten Meinung? Bei der Vegetarier-Studie des Bundesgesundheitsamtes Berlin stellte man folgendes fest: «Unsere Untersuchungen ergaben niedrigere Eisen- und Hämoglobinwerte bei weiblichen Vegetariern. Klinisch verwertbare Folgerungen konnten daraus jedoch nicht gezogen werden. Zudem tritt in letzter Zeit eine andere Bewertung des sogenannten Eisenmangels in den Vordergrund. Es gibt sogar Wissenschaftler, die niedrigeres Serumeisen für gesundheitlichvorteilhaft halten.» Die Empfehlung von Eisenpräparaten wird damit sehr fraglich. Die Berliner-Studie ist nicht die einzige, dieüber dieses Thema gemacht wurde. Alle seriös durchgeführten Studien kommen zu einem ähnlichen Ergebnis (die Studien, die von der Fleisch- oder Milchindustrie bezahlt wurden, kommen selbstverständlich zu einem anderen Resultat als die unabhängigen Studien!). Aus der Arbeit vom Institut für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität, Giessen, kann man entnehmen: «Eisenwertevon Vegetariern liegen durchschnittlich im unteren Normbereich. Da die Standartwerte auf Messungen mit fleischessenden Personen beruhen, wird derzeit diskutiert, ob diese für alle Menschen verbindlich sind. Die Diskussion wird durch die Feststellung belebt, dass Eisenwerte im unteren Normbereich einen gewissen Schutz gegen Infektionskrankheiten und Herzinfarkt bieten.» Einige Studien gehen sogar noch weiter und sehen einen Zusammenhang zwischen vielen Zivilisationskrankheiten und zuviel Eisen. Dies gilt insbesondere für die Alzheimerkrankheit, da dabei ein abnorm hoher Eisengehalt im Gehirn feststell-bar ist. Bei einer einseitigen Ernährung (egal ob mit oder ohne Fleisch) wird man immer einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel erleiden. Die beste Vorsorge bietet eine ausgewogene (vegetarische) Vollwerternährung mit einem hohen Anteil an frischer (biologischer) Rohkost. Sehr wichtig ist auch, das Kleinkind lang zu stillen und auf keinen Fall die Muttermilch durch Kuhmilch zu ersetzen, da sie die Eisenabsorption (= Eisenaufnahme) des Kindes verringert (dies kann auch durch eine Anreicherung der Kuhmilch mit Eisen nicht ausgeglichen werden). Eine sich herkömmlich ernährende Person nimmt nur ca. 25-30 % seines Eisens über tierische Nahrungsmittel auf (Fleisch, Fisch, Eier, Milch, ...). Das heisst, dass auch Fleischesser den grössten Teil ihres Eisens aus pflanzlichen Nahrungsmitteln beziehen. Dass Fleisch das einzige Nahrungsmittel mit Eisen ist, muss deshalb als «Mythos» der Fleischindustrie angesehen werden. Hingegen trifft es zu, dass Fleisch Eisen in so hoher Konzentration enthält, dass der menschliche Körper mangels effizienter Ausscheidungsmöglichkeiten (wie dies bei den anderen Spurenelementen z.B. durch den Urin der Fall ist) dadurch stark belastet wird. Die einzigen Nahrungsmittel, die praktisch kein Eisen enthalten, sind Milch(-produkte), Zucker, Fette und industriell verarbeitete Nahrungsmittel! Nebst all diesen theoretischen Begründungen sollte man jedoch auch in Erwägung ziehen, dass VegetarierInnen?, die sich ihr ganzes Leben ausgewogen vegetarisch ernährt haben kaum je Symptome einer Eisenunterversorgung bekommen. Ihr Körper scheint sogar das Eisen aus der Nahrung besser aufnehmen zukönnen als derjenige von Fleischessern. Falls jemand dennoch unter Eisenmangel (Anämie) leiden sollte (z.B. durch hohen Blutverlust bei einem Unfall), ist dies noch lange kein Grund, tierische Produkte zu konsumieren. Statt dessen sollten lieber folgende Produkte vermieden werden, da sie die Eisenaufnahme (Eisenabsorption) des Körpers hemmen: Rotwein, Schwarztee, Kaffee, Kakao (egal ob als Getränk oder in der Schokolade), Knoblauch, Zwiebeln und Milch. Lebensmittel mit einem hohen Vitamin C Gehalt sollten hingegen öfters konsumiert werden, da das Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert (am besten in Kombination mit eisenreichen Lebensmitteln). Dadurch kann die Eisenaufnahme bis zum Faktor sieben erhöht werden. Zu nebenstehender Tabelle ist deshalb zu erwähnen, dass die isolierte Betrachtung eines einzelnen Stoffes in Nahrungsmitteln auch beim Eisen keine absolute Aussagekraft besitzt, da die Begleitstoffe (Oxalsäure, Tannin, Phytinsäure, ...) wesentlich die Verfügbarkeit des Eisens beeinträchtigen können. Deshalb ist z.B. Sauerkraut trotzseines mittelmässigen Eisengehaltes von 0,6mg/100g ein guter Eisenspender, da die Resorptionsrate des Körpers hier sehr gross ist.Hingegen ist die Eisenaufnahme bei Milchdurch den Kalzium- und Phosphatgehalt stark beeinträchtigt und sollte deshalb erst recht stark eingeschränkt werden, falls man unter Eisenmangel leidet.
Letzte Änderung: 23.11.2003 18:04:04 - Autor: ingrid - Letzter Autor: Armin |
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