Wie macht ihr das?

Alles zum Thema Vollwerternährung, was nicht in die anderen Foren paßt, bspw. vollwertig Urlaub machen, Umgang mit Familie, Freunden, Kritikern, Befürwortern.

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Wie macht ihr das?

Beitragvon Lieschen20 » Fr 17. Jun 2016, 12:46

Hallo alle zusammen,

Ich übe mich schon lange an der Vollwertigen Ernährung, scheitere aber aber immer wieder an sämtlichen Hürden. Feiern, Familie, Kritikern und nicht zuletzt an mir
selber :roll:
Wie macht ihr das? Wie geht ihr auf Familienfeiern damit um? Wie händelt ihr das in der Weihnachtszeit, wo die Verlockung immer present ist? Wie habt ihr gerade in den ersten Wochen und Monaten die Schwierigkeiten bei der Umstellung gemeistert?
Und an die, welche jetzt schon lange dabei sind, aber früher auch ganz konventionell gegessen haben, was hat euch dazu bewegt euer Leben so strikt zu ändern? Und wie habt ihr das geschafft.
Ich bin gespannt auf eure Antworten und erhoffe mir einen positiven Schub. :D

Liebe Grüße Lisa
Lieschen20
 
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon Gänseblümchen » Fr 17. Jun 2016, 17:10

Hallo Lisa,

ich hab ungefähr vor 3 Jahren von heute auf morgen auf vegan vollwertig umgestellt (erst auf vegan und dann auf vitalstoffreich vollwertig) - ist dann noch mal ne Stufe schwerer
als nur vitalstoffreich vollwertig.
Auf die vitalstoffreiche Vollwerternährung bin ich nur aus zufall gekommen - eigentlich suchte ich eine Alternative für den weißen Zucker und war beim Vollrohrzucker hängen geblieben.
Dann lass ich hier was der Fabrikzucker alles für Schäden anrichtet bzw. wo die ganzen Krankheiten alle herkommen.
Hab mir dann dass Buch "Unsere Nahrung unser Schicksal" geholt und danach ging das eigentlich recht fix : Küche ausmisten, Mühle angeschafft und los gings.
Gut bei mir ist es noch mal einfacher, da ich alleine bin ohne Kinder die dann gemeckert hätten oder nicht mit gemacht hätte.
Meine Mutter hats zwar bis heute nicht verstanden warum ich mich so ernähre - und sie will auch nichts wissen woher ihre ganzen wehwehchen kommen - sie isst aber gerne auch mal mit
wie z.b. zu Weihnachten.


Mir gehts jetzt viel besser als früher - bin ca. 20 kg. Gewicht losgeworden ohne groß Sport zu machen, die zahl der Erkältungen ist zurückgegangen und auch nicht mehr so heftig wie
früher (keine Halsschmerzen mehr, kein Reizhusten oder tagelanger trockener Husten etc).

So ganz konsequent bin ich inzwischen allerdings auch nicht mehr - wobei ich hier unterscheide:
wenn ich beispielsweise mit Kollegen oder Freunden essen gehe, schau ich schon das es zumindest vegan und möglichst auch Fabrikzuckerfrei ist - also kein Eis mehr zum Nachtisch oder irgendwelches süßes
Dessert oder Kuchen; ich ess dann aber durchaus mal den weißen Reis beim Inder etc.

Meist schau ich aber schon das ich dort was halbwegs gescheites esse:
Salate gibts ja fast überall - da frag ich dann auch mal obs möglich ist den ohne Dressing zu bringen (ich nehm dann eigenes mit das ich drauftue - nur halt nicht in Anwesenheit des Kellners)
Oder Gemüsegerichte - habs auch schon gebracht mir in einem Schnitzelrestaurant nur Beilagen zu bestellen (das war allerdings auch nichts, da alles aus der Dose bzw. aufgetaut)

Wenn ich bei Bekannten eingeladen bin frag ich vorher obs ok ist wenn ich mir was mitbringe - die meisten wissen schon das ich mich anders ernähre und da ist das kein Problem.
Wenn kann man hier immer sagen das man das nicht mehr essen darf weil Allergie oder das mans einfach nicht mehr verträgt - große Erklärungen führen meist zu Unverständnis.

Im Büro ist immer mal wieder Kuchen da von den Kollegen. Das geht auch ohne Probleme das ich den nicht anrühre.
Eine Kollegin hat mir jetzt mal extra vegane Muffins gebacken - hier hab ich dann wieder mal eine Ausnahme gemacht und die probiert, haben leider nur nicht sonderlich geschmeckt (irgendwas auf lupinenbasis mit Xylit gesüßt)
Wenns nicht andauernd ist, geht das schon mal. Hier ist es für mich auch vom Vorteil das das meist alles nicht vegan ist und das rühr ich generell nicht an.
Ein weiterer Vorteil ist das das alles auch viel zu süß ist - durch die Vollwertkost süß ich ja kaum noch und wenn ich dann doch mal ein stückchen vegane (nicht vollwertige) Schoki esse, ist das fast schon zu süß.

Zu Weihnachten koch ich wie schon geschrieben meist was, Stollen back ich selber, Weihnachtskekse auch und Schoki gibts auch hin und wieder.
Viele Grüße vom Gänseblümchen

"Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" (I. Kant)
Gänseblümchen
 
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon Auraja2016 » Fr 17. Jun 2016, 17:42

Liebe Lisa,

Ich bin auch durch Zufall zu der Ernährung gekommen. Ich bin im Buchladen auf das Buch "Unsere Nahrung unser Schicksal" gestoßen. Wollte es eigendlich shcon fast wieder weglegen weil ich muss gestehen das wir immer sehr gerne Fleisch usw. gegessen haben. Bratwurst, Würstchen gingen bei mir mit Begeisterung immer. Heute weiß ich, dass ich es nicht besser wusste. Kein Arzt hat je auch nur das Wort Ernährung in den Mund genommen. Immer wurden nur Tabletten verschrieben.

Heute lebe ich vollwertig und versuche Vegan zu leben. Zum größten Teil schaffe ich das auch bloß hin und wieder ist dann doch mal ein bißchen Butter bei. Ich versuche mir da nicht so viel Stress zu machen. Wenn ich manchmal sehe, was andere in den Einkaufskorb legen glaube ich esse ich schon sehr gut.

Schwierig fällt es mir mit der Ernährung manchmal weil ich a) einen riesen Appetit habe leider auch auf Dinge die nicht vollwertig sind und b) im Umgang mit der Familie, Kollegen usw. Wenn ich dann in den Modus gerate mich dafür zu rechtfertigen und man dann angeschaut wird als kommt man vom Mond ist es schon schwer. Aber ich schaffe es schon häufiger mich durchzusetzten. Und ich möchte die Vollwertkost auch nicht mher missen. Ich habe mittlerweile knapp 18 kg abgenommen und auch wie bei Gänseblume klappe es ganz ohne Sport, ich fühle mich wohler und bin nicht mehr so häufig erkältet. Und wenn sich doch noch eine einschleicht dauert die Attacke viel kürzer an und ist auch weniger heftig.

Liebe Grüße
Auraja
PS: Bei Kritikern mache ich es mittlerweile so, das ich meine Meinung behalte und sie ihre. Früher wollte ich die Leute bekehren wenn sie nur von Bockwurst und Milchschnitte leben, aber mittlerweile erzähle ich es nur noch denen die es hören wollen und daran interessiert ist. Alles andere ist glaube ich zeitverschwendung und man ärgert sich bloß wenn der andere es nicht hören will.
Wenn ich mal nicht gleich antworte, hat das nichts mit Euch zutun. Habe eben leider durch meine berufliche Situation nur am Wochenende oder wenn ich Urlaub habe Internet. Ich lese aber alles gerne von euch! Liebe Grüße eure Auraja
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon Lieschen20 » Fr 17. Jun 2016, 17:57

Danke für eure ausführlichen Antworten. Respekt kann ich da nur sagen. Nachdem ich letztes Jahr im Brukerhaus war habe es geschafft meine Ernährung strikt umzustellen. Für ca. einen Monat :( . Dann gab es immer mehr Ausnahmen. Brötchen doch wieder vom Bäcker. Ach doch ein Stück Fleisch zum grillen. Und seitdem bekomme ich die Kurve nicht mehr.

Gänseblümchen hat geschrieben:Hab mir dann dass Buch "Unsere Nahrung unser Schicksal" geholt und danach ging das eigentlich recht fix : Küche ausmisten, Mühle angeschafft und los gings.
Gut bei mir ist es noch mal einfacher, da ich alleine bin ohne Kinder die dann gemeckert hätten oder nicht mit gemacht hätte.


Ja das würde ich auch gerne machen. Als ich mit dem Rauchen aufgehört habe kamen die alten Kippen ja auch in den Müll. Aber mit dem Essen klappt das leider nicht. Die Familie steht da dann doch im Weg. Vielleicht sollte ich einen zweiten Kühlschrank und einen Schrank mit Schloss anschaffen. :lol: Da kommt dann alles rein was meine Familie noch Essen will. Aber ich komme nicht in Versuchung. Eigentlich ist die Idee gar nicht so schlecht. :roll:

Gänseblümchen hat geschrieben:So ganz konsequent bin ich inzwischen allerdings auch nicht mehr


Wenn ich anfange inkonsequent zu werden ist das der Anfang vom Ende.

Liebe Grüße Lisa
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon Laurentia » Fr 17. Jun 2016, 19:17

Hallo,

bei mir war die Umstellung ein ganz langer Prozess. Es fing an mit zuckerfreien Wochen zur Fastenzeit. Diese sieben Wochen haben mir immer total gut getan, ich habe das bestimmt 2 oder 3 Jahre gemacht. Den Sommer über blieb ich dann auch oft zuckerfrei (außer Eis), mit dem vielen frischen Obst ging das recht einfach. Im Herbst, spätestens an Weihnachten, war es dann aber immer vorbei. :wink:

Richtig konsequent wurde ich, als unsere Tochter da war und anfing, mitzuessen. Da wollte ich einfach, dass sie keinen Zucker bekommt, also habe ich selbst auch keinen mehr gegessen. Ich hatte Elternzeit und also auch viel Zeit, um mich ums Einkaufen und Kochen zu kümmern. Anfangs habe ich sehr viel Süßes gemacht, gebacken, Schoki gemacht und all sowas, damit ich nicht auf Zuckerzeug zurückgreife.
Es hat bei mir sehr lange gedauert, bis sich das reduziert hat, das hat mich aber nicht gestört. Ich war davon überzeugt, dass es schon gut genug ist, wenn ich Zucker und Weißmehl weglasse. Da habe ich noch richtig viel Honig verbraucht!

Jetzt bin ich über 5 Jahre zuckerfrei, seit letztem Jahr sogar vegan. Die Umstellung auf vegane Ernährung hat mir viel Energie und schöne Haut beschert. Jetzt bin ich gespannt, wie die Reise weitergeht. :)
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon Cristina » Sa 18. Jun 2016, 19:07

Hallo Lieschen,

ich habe vor 4 Jahren mit der VWK begonnen. Vor hatte ich das schon länger, aber durch dies Forum kam nochmal ein Motivationsschub. Ich habe in der Fastenzeit begonnen, Zucker und Weißmehl wegzulassen. Das fand ich ziemlich einfach, da ich vorher auch schon gern VK-Reis, Nudeln, Hirse etc. gegessen hatte. Die Schokolade hat mir am Anfang gefehlt, da habe ich mir stattdessen FKB mit Banane, Honig und Kakao gemacht. Vegetarierin bin ich seit 1983 sowieso. Nach Ende der Fastenzeit habe ich beschlossen einfach dabei zu bleiben und habe mir eine Mühle angeschafft.
Zu Hause bin ich absolut konsequent, koche ja auch nur für mich alleine oder für Freunde und keiner nölt am Essen rum.
Ausnahmen mache ich unterwegs, wenn ich mit Freunden essen gehe, weißen Reis beim Chinesen oder Nudeln, wenn es keine Vollkornvariante gibt. Bei der Arbeit esse ich im Notfall auch mal ein kleines Stück Kuchen mit, wenn jemand Geburtstag hat, bevor ich eine Grundsatzsdiskussion starte. Aber das kommt 3-4 mal im Jahr vor.

Wenn ich das Gefühl hätte ich müßte ständig verzichten, würde es nicht klappen, nach dem Motto: ich darf das nicht. An die Stelle tritt aber sehr schnell: ich will das nicht, weiil es mir schadet. Da legt sich praktisch im Kopf ein Schalter um.
Du hast so viele Vorteile dadurch, es schmeckt um Klassen besser als das ganze Fertigzeug, die gesundheitlichen Vorteile sind enorm.
Ich bin meine Nebenhöhlenentzündungen los, die ich jedes Jahr 2mal hatte, jedesmal 3-4 Wochen. Komplett weg, nicht eine Erkältung mehr. Die letzten 3 Jahre habe ich nicht einen Tag bei der Arbeit gefehlt wegen Krankheit.

Wegen der paar Ausnahmen mache ich mir keinen Streß. In letzter Zeit trinke ich leider wieder mehr Kaffee, auch koffeinhaltigen oder mal einen schwarzen Tee. Dann ist das momentan eben so. Ich weiß aber, das es auch ohne geht, und die Zeit kommt sicher wo es wieder weniger wird. Wichtig ist dann, nicht gleich alles in Frage zu stellen.

Weihnachten ist gar kein Problem, da ich tatsächlich konventionelle Süßigkeiten nicht mehr als Lebensmittel ansehe, genausowenig, wie ich z.B. Zigaretten kaufen würde (habe 1989 aufgehört zu rauchen und fand das viel schwerer als die Umstellung auf VWK).
Ich hoffe, dir mit meinem Beitrag helfen zu können.
Liebe Grüße
Cristina
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon Lieschen20 » So 19. Jun 2016, 20:02

Hallo zusammen,

Cristina hat geschrieben:Wenn ich das Gefühl hätte ich müßte ständig verzichten, würde es nicht klappen, nach dem Motto: ich darf das nicht.


Genau das ist mein Problem. Ich bade zur Zeit wohl ein bisschen im Selbstmitleid, wegen der Dinge die ich nicht mehr essen sollte :roll: . Daran sollte ich wohl arbeiten :lol: .
Heute haben wir unsere Schränke sortiert. Und die Dinge die welche ich nicht mehr benutzen will seperat gepackt. So kann ich in den Schrank schauen ohne immer überlegen zu müssen "Darf ich das?" Dann habe ich meine Kinder darüber informiert das ich einen neuen Anlauf in Sachen Vollwerternährung mache. Die entgeisterte Blick meines Sohnes und der verzweifelte Blick in den Schrank; das war schon witzig. Später kam er dann zu mir und sagte er wolle sich ja auch gesünder ernähren, ob sich dann auch mal das Essen selber kochen könnte. Da habe ich dann dumm geguckt.
Es wird wohl einfach noch ein lange Weg bis ich es komplett umgesetzt habe. Jetzt werde ich erst einmal Brot wieder konsequent selber backen, den Zucker streichen und meinen Frischkost anteil erhöhen. Tiereiweißfrei werde ich noch nach hinten verschieben.

Liebe Grüße Lisa
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon Cristina » Mo 20. Jun 2016, 17:23

Hallo Lisa,

Lieschen20 hat geschrieben: Jetzt werde ich erst einmal Brot wieder konsequent selber backen, den Zucker streichen und meinen Frischkost anteil erhöhen. Tiereiweißfrei werde ich noch nach hinten verschieben.

Das ist doch schonmal ein sehr guter Start! Es muß ja nicht alles von heute auf morgen perfekt sein, nimm dir die Zeit, die es eben dauert.

Lieschen20 hat geschrieben: Cristina hat geschrieben:
Wenn ich das Gefühl hätte ich müßte ständig verzichten, würde es nicht klappen, nach dem Motto: ich darf das nicht.



Genau das ist mein Problem. Ich bade zur Zeit wohl ein bisschen im Selbstmitleid, wegen der Dinge die ich nicht mehr essen sollte :roll: . Daran sollte ich wohl arbeiten :lol: .



Aber es ist ja deine freie Entscheidung, du hast dich für die VWK entschieden, weil du dir eine Besserung deiner Beschwerden erwartest, die sicher auch kommen wird. Also hast du ja Vorteile von der VWK. Mach dir klar, dass du z.B. zwar jetzt auf die konventionelle Schokolade z.B. verzichtest, aber eben auch auf die ganzen gesundheitlichen Folgen die das nach sich zieht.
Ich fand das recht einfach, als mir klar war, dass ich eben später keinen Diabetes, Herzinfarkt, Rheuma, Stoffwechselerkrankungen etc. bekommen werde und nicht irgendwo als Pflegefall vor mich hin vegetiere, sondern möglichst bis ins hohe Alter fit bleibe. Das ist doch die Umstellung wert. Und es gibt ja für fast alles vollwertige Alternativen, die nach einer kurzen Zeit der Umgewöhnung auch noch viel besser schmecken.

O.k., tiereiweißfrei bin ich nicht, habe aber auch keine entsprechenden Krankheiten, wo das nötig wäre. Ich würde dir raten nach dem Plan vorzugehen, den Joachim hier eingestellt hat. damit sollte es gut klappen.
Drücke dir die Daumen, du schaffst das schon!
Liebe Grüße
Cristina
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon Laurentia » Mo 20. Jun 2016, 20:46

Auf was genau musst du denn verzichten? Für so vieles gibt es tolle vollwertige Alternativen. Gerade am Anfang sollte man in allen vollwertigen Köstlichkeiten schwimmen, finde ich :D damit man merkt, dass der Genuss nicht verschwindet.
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon Lieschen20 » Di 21. Jun 2016, 10:34

Hallo Laurentia,

Laurentia hat geschrieben:Auf was genau musst du denn verzichten? Für so vieles gibt es tolle vollwertige Alternativen. Gerade am Anfang sollte man in allen vollwertigen Köstlichkeiten schwimmen, finde ich damit man merkt, dass der Genuss nicht verschwindet.


Genau da liegt das Problem. Ich habe eine Histamin- und eine Salicylatunverträglichkeit. Salicylate sind überwiegend in Obst und Gemüse zu finden. Besonders in Bio Obst.
Es bleibt also kaum Obst und Gemüse übrig. Kartoffeln sind auch nicht gut. Aber ich werde jetzt schauen dass ich es mit VK in den Griff bekomme.
Und die Symptome versuche ich zumindest für den Übergang mit Medikamenten zu unterdrücken. Das ist zwar nicht besonders toll. Aber mal schauen.
Jetzt kümmere ich mich erstmal um den Zuckerentzug :wink:

Liebe Grüße Lisa
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon mare » Sa 10. Dez 2016, 19:51

ich kenn mich zwar nicht mit unverträglichkeiten aus,
aber kommen die nicht vom "normalen" essen?

bei mir hat es geholfen, erstmal auf alles essen zu verzichten,
weil ich auch erstmal nicht wusste was jetzt gut ist und was nicht, hab ich einfach mal gefastet,
erst acht tage um zu kugen ob ich das kann und dann für 12 tage
danach konnte ich weißmehl und industrie/rafinierten zucker weg lassen

wenn du die erklärungen von bruker verstanden hast, willst du den ganzen industriefras gar nicht mehr
zumindest geht es mir so
nun versuch ich immer so gut es geht vwk zu essen
mein problem ist auch, das wenn ich mal anfange eine ausnahme zu machen,
ich dann in alte verhaltensmuster zurückfalle und denke darauf kommt es dann auch nicht mehr an etc.
mir hilft es dann auch, wenn ich alleine bin und wieder essen kann was ich will und ich ess zur zeit nur frisch
und das beste ist, ich merke den unterschied und nach einer zeit ändert sich dein geschmack etc
also alles was schon geschrieben wurde kann ich unterstützen

versuch dir klar zu machen was du willst
du willst gesundheit
gesundheit kommt durch vwk

also esse vwk

ich weiß das ist leichter gesagt, aber wenn du jedes essen anschaust und dir klar machst ob das nun gut oder schlecht für dich ist dann fällt es einem leichter (finde ich)


was du auch machen könntest wäre eine kur, evtl auch fasten um rauszufinden ob diese unverträglichkeit bleibt,
wenn du von zu hause weg kannst und wenn es nur für zwei wochen ist, findet dein körper schon wieder die richtige spur
Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist. Simone de Beauvoir
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Re: Wie macht ihr das?

Beitragvon Joachim » Sa 10. Dez 2016, 22:30

Hallo mare,
ich kenn mich zwar nicht mit unverträglichkeiten aus,
aber kommen die nicht vom "normalen" essen?


Du hast Recht. Es sind in der Regel ebenfalls ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten. Das Problem dabei ist eben, dass man genau die Dinge, die man essen müsste, damit die Ursachen dieser Unverträglichkeiten verschwinden, auch die Symptome auslösen. Deshalb arbeitet der Arzt hier mitunter auch erst einmal mit Medikamenten zur Symptomlinderung. Aber Unverträglichkeiten verschwinden meist auch relativ schnell.

was du auch machen könntest wäre eine kur, evtl auch fasten um rauszufinden ob diese unverträglichkeit bleibt,
wenn du von zu hause weg kannst und wenn es nur für zwei wochen ist, findet dein körper schon wieder die richtige spur


Fasten ist häufig eine gute Maßnahme, um eine Ernährungsumstellung einzuleiten und - richtig gemacht - kann Fasten erstaunliche Besserungen bewirken. Es gibt nur wenige Situationen, in denen man nicht fasten sollte, bspw. bei allen auszehrenden Krankheiten. Krebs bspw.
Liebe Grüße,

...Joachim

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