Langer Weg bis zur Erkenntnis

Hier hinein gehören Erlebnisse und Geschichten rund um die Vollwerternährung. Lustige und nachdenkliche Begebenheiten beim beim Einkaufen, in der Familie, in Beruf und Freundeskreis oder auch beim Arzt. Aber auch eure Erfahrungsberichte und Erfolge sind hier willkommen! Beschreibt doch mal, wie ihr zur Vollwerternährung gefunden habt und welche Veränderungen das mit sich brachte. Macht bitte für jede neue Geschichte auch ein neues Thema auf!

Moderator: Bienchen

Langer Weg bis zur Erkenntnis

Beitragvon Tomtenisse » Do 24. Mär 2011, 20:19

Hej!

Ich bin Andrea, 34 Jahre alt und habe einen langen Weg hinter mir...

1998 habe ich meinen Mann kennengelernt - und seitdem 20kg zugenommen. Ich hatte aufgehört auf meinen Körper und seine Bedürfnisse zu hören, was die Nahrung betraf. Jung verliebt ging man Essen, oder ließ es liefern, gründete einen eigenen Haushalt, griff aus "Zeitmangel" (wie ich damals meinte) zu M*** fix und Co. und änderte seine vorher wirklich sehr gesunde Lebensweise in eine sehr schädliche.
Es folgte Diät Nummer 1. Bis dahin waren es so ca. 3kg zuviel...
Im Jahr 2001 besuchte ich einen Vollwertkochkurs bei der VHS und war danach voll infiziert. Ein Handflocker wurde gekauft, Brot selber gebacken und rein vegetarisch gekocht - bis der Ehemann streikte, weil er das Brot nicht mochte und auf sein Fleisch nicht verzichten wollte.
Es wurde wieder "normal" gegessen und weitere Diäten folgten... Bis dahin waren es 10kg zuviel, eine Herzmuskelentzündung die nicht erkannt worden war mit schlimmen Folgen, sowie 2 Banscheibenvorfälle und ein Autounfall der die Hände schmerzen läßt. Außerdem Heuschnupfen der immer schlimmer wurde...
Klug wie man dachte das man wäre, machte ich eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin und lernte: wie man Leute berät Kalorien zu zählen... Da ich diese Ausbildung eigentlich für mich nutzen wollte, um abzunehmen, erkannte ich aber schnell: dies ist nichts für mich und somit habe ich damit nie gearbeitet, weil ich nicht dahinter stehe, kann ich Leuten es auch nicht verkaufen.
Es folgten weitere Diäten, viele Krankheitssymptome und nun sind es auch noch 20kg zuviel...

Schon nach meinem Vollwertkochkurs 2001 habe ich überlegt eine GGB Ausbildung zu machen. Da ich aber keine Adresse hatte und kein Internet und die Dame die den Kurs gehalten hat mich nie zurück gerufen hat, landete diese Idee und dieser Wunsch ganz weit hinten im Hirnkastl. Zufällig bin ich nun wieder auf die Unterlagen des Kurses gestoßen und habe Tante Google befragt und gehe nun seit einiger Zeit wieder meinen Weg. Mit Fleisch für den Göga und gesunden Dingen für mich. Begonnen habe ich zuerst mit dem Frischkornbrei am Morgen und stelle nun langsam alles um... nach und nach.
Ja und beruflich schließt sich endlich der Kreis... ich habe eine Heilpraktiker Ausbildung gemacht (2003-2006) und nie die Prüfung - das wird nun nachgeholt. Ich studiere derzeit an der Fernuni Hagen Psychologie und werde im nächsten Jahr mit der GGB Ausbildung starten (nach der HP Prüfung im März).
Mein Ziel ist es, mit Ernährung nach Bruker in der HP Praxis zu arbeiten und später dies mit dem Psychologen zu verbinden. Endlich schließt sich mein Kreis, was die berufliche Zukunft angeht, denn in meinem derzeitigen Beruf kann ich wegen der kaputten Finger nicht mehr lange arbeiten (bin Physio).

Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, was ich eigentlich schon immer wußte - eine Diät ist sinnlos und man sollte auf sich hören, was den Berufswunsch angeht und seine Ziele nie aus den Augen verlieren!

WArum schreibe ich das: weil ich hoffe ihr braucht nicht zu lange um zu erkennen - wir ändern unser Leben ab jetzt, nicht ab morgen... Ich habe viele Jahre verschenkt, viele Krankheitssymptome bekommen und hätte mir all das ersparen können, hätte ich früher auf meinen Körper und mein Gehirn gehört!!
Euch wünsche ich eine schnellere Erkenntnis!
LG Andrea
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Re: Langer Weg bis zur Erkenntnis

Beitragvon caly » Do 24. Mär 2011, 21:05

Liest sich spannend, schön, dass du hier gelandet bist! :)

Hatte schon gehofft, einen Österreicher rauszuhören, dabei ists 'nur' Bayern... ;)
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Re: Langer Weg bis zur Erkenntnis

Beitragvon grabschi » Do 24. Mär 2011, 21:25

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, aber sagen will ich mal wieder trotzdem was :wink:
Herzlich Willkommen hier im Forum und auf dass du erfolgreicher auf diesem Weg voranschreiten kannst. Es wird immer wieder Rückschläge geben, das kenn ich auch von mir. Schön, dass du dir den Mut nicht hast nehmen lassen. Mach einfach weiter so !
Liebe vollwertige Grüße
Gaby

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Re: Langer Weg bis zur Erkenntnis

Beitragvon rybenka » Fr 25. Mär 2011, 09:38

Hejsan Tomtenisse,

ich gratuliere Dir zu Deinem eingeschlagenen Weg und wünsche Dir dabei viel Freude und vor allem Durchhaltevermögen. Du scheinst auch mit dem Schweden-Virus infiziert zu sein, wie einige hier im Forum ;-) Kolla här!
Liebe Grüße
Rybenka
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Re: Langer Weg bis zur Erkenntnis

Beitragvon Tomtenisse » Fr 25. Mär 2011, 10:33

Hej!

Danke für die Willkommensgrüße!

Ja, jag gillar Sverige! Jag semstrar där varje år!!

LG andrea
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Re: Langer Weg bis zur Erkenntnis

Beitragvon sonnenkind » Sa 26. Mär 2011, 10:40

Ja, jag gillar Sverige! Jag semstrar där varje år!!


:?: Ich versteh kein Wort... :mrgreen:

Aber Gott sei Dank, war dein obiger Beitrag verständlicher :wink:

Danke dafür!

WArum schreibe ich das: weil ich hoffe ihr braucht nicht zu lange um zu erkennen - wir ändern unser Leben ab jetzt, nicht ab morgen... Ich habe viele Jahre verschenkt, viele Krankheitssymptome bekommen und hätte mir all das ersparen können, hätte ich früher auf meinen Körper und mein Gehirn gehört!!
Euch wünsche ich eine schnellere Erkenntnis!


Eine gute Erkenntnis, an der ich auch vor kurzem bemerkt habe, intensiver arbeiten zu müssen!

Herzlich willkommen hier im Forum und viel Erfolg auf deinem weiteren Weg!!!
Es kommt nicht darauf an, zu erkennen, sondern das Erkannte zu tun

Weisheit von einem Yogiteebeutelpapierchen ;-)
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