Bin neu und möchte mich vorstelln

Hier hinein gehören Erlebnisse und Geschichten rund um die Vollwerternährung. Lustige und nachdenkliche Begebenheiten beim beim Einkaufen, in der Familie, in Beruf und Freundeskreis oder auch beim Arzt. Aber auch eure Erfahrungsberichte und Erfolge sind hier willkommen! Beschreibt doch mal, wie ihr zur Vollwerternährung gefunden habt und welche Veränderungen das mit sich brachte. Macht bitte für jede neue Geschichte auch ein neues Thema auf!

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Bin neu und möchte mich vorstelln

Beitragvon lulu_77 » Do 6. Okt 2011, 11:20

Hallo!

Ich möchte mich ersteinmal Vorstellen.

Ich bin angefangen meine Ernährung seit mitte August 2011 umzustellen. Es gibt jeden morgen Frischkornbrei, ich habe mir eine Mühle zugelegt und eine Biokiste gibt es auch :D Brot backe ich schon seit einem Jahr selber und viel Obst und Gemüse gab es vorher auch.
Seit August lasse ich nun den Zucker weg und Milchprodukte ebenso. Mh, ok, Käse, den gibt es noch :shock: Den kann ich mir aber auch nicht verkneifen. Muss meine Ernährung aber auch nicht Krankheitsbedingt umstellen.
Bischen schwieriger ist es noch in meine Familie. Mein Sohn (13) bekommt jeden Tag die Krise und erzählt mir, ich wäre ja total "Öko" geworden und ob wir nicht mal wieder normales Essen können. Mein Mann ist zum Glück nicht so kompliziert. Der ißt alles was ich ihm vorsetze und ihm schmeckt´s gut. Leider verzichtet er auch nicht ganz auch Zucker und anderer Dinge. Aber gut, jeder wie er möchte.
Mir geht es auf jedenfall richtig gut mit meiner Ernährungsumstellung und der Zuckerverzicht viel auch gar nicht so schwer wie gedacht :D

Nun hoffe ich noch das ein paar Pfunde fallen obwohl dieses nicht im Vordergrund steht.
Soviel erstmal von mir.

Lg
Liebe Grüße
Lulu_77
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Re: Bin neu und möchte mich vorstelln

Beitragvon Joachim » Do 6. Okt 2011, 14:51

Hallo Lulu,

Ich bin angefangen meine Ernährung seit mitte August 2011 umzustellen. Es gibt jeden morgen Frischkornbrei, ich habe mir eine Mühle zugelegt und eine Biokiste gibt es auch :D Brot backe ich schon seit einem Jahr selber und viel Obst und Gemüse gab es vorher auch.


Na, dann seid ihr ja schon sehr gut dabei. :) Was hat dich denn zu der Umstellung gebracht?

Seit August lasse ich nun den Zucker weg und Milchprodukte ebenso. Mh, ok, Käse, den gibt es noch :shock: Den kann ich mir aber auch nicht verkneifen.


Geht mir ähnlich. Das Problem ist, daß Käse abhängig macht und aus dieser Abhängigkeit muß man bewußt ausbrechen - genauso wie beim Fabrikzucker. Wenn man den Käse mal ein paar Tage gemieden hat, vermißt man ihn auch nicht mehr. Der körperliche Drang ist dann weg, einzig muß man sich bei einigen Gerichten etwas alternatives einfallen lassen. Pizza ist da so ein Problem...

Muss meine Ernährung aber auch nicht Krankheitsbedingt umstellen.


Käse (bzw. das tierische Eiweiß generell) zu meiden, könnte man durchaus auch als Prävention ansehen. In einer Zeit, in der man die Vorbelastung von fünf Generationen Fehlernährung mit sich herumträgt, müßte man eigentlich so konsequent wie irgend möglich sein. Die meisten Krankheiten, bei denen tierisches Eiweiß eine Rolle spielt, sind zwar eher harmlos (Allergien, Infekte, Rheuma, ...) aber einige wie Krebs oder MS dann eben doch nicht. Ich muß mir den Käse so langsam auch wieder abgewöhnen - das geht erfahrungsgemäß am einfachsten, indem man einfach leckere tiereiweißfreie Gericht zubereitet, die den Käse gar nicht vermissen lassen. Eine gute Sache sind dabei auch Rohkost-"Kochbücher", in denen tierisches Eiweiß praktisch nie vorkommt.

Bischen schwieriger ist es noch in meine Familie. Mein Sohn (13) bekommt jeden Tag die Krise und erzählt mir, ich wäre ja total "Öko" geworden und ob wir nicht mal wieder normales Essen können.


Tröste dich, mein Sohn ist da auch nicht viel anders, auch wenn er mit Vollwerternährung groß geworden ist. Er merkt aber natürlich, daß es bei anderen jede Menge anderes gibt und empfindet das natürlich auch als Einschränkung. Das ist ein Phase, durch die die Kinder (und noch mehr die Eltern) wohl durchmüssen. Irgendwann sehen sie auch den Wert einer gesunden Ernährung ein, es dauert nur manchmal ein wenig... ;) Ich denke, wichtig ist, den Kindern klarzumachen, warum man das macht, so daß sie erkennen, daß es eigentlich die anderen sind, die da etwas falsch machen.
Liebe Grüße,

...Joachim

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Re: Bin neu und möchte mich vorstelln

Beitragvon misty1607 » Do 6. Okt 2011, 15:59

Hallo Lulu,

herzlich willkommen.
Deinen Bericht kann ich fast genau so unterschreiben, bis auf den Käse. Den mag ich zwar aber es belastet mich auch nicht, ohne ihn zu leben.
Mit meinem Sohn (fast 12) ist es ähnlich.
In meinem Kopf geistert die Ernährungsumstellung ja schon länger und bei Dir vermutlich auch. Nur für die Kinder, die sich ja auch noch nicht so sehr mit den Hintergründen und den Langzeit-Folgen beschäftigen, kommt das alles zu plötzlich.
Ich habe mit meinem Sohn einen Kompromiss geschlossen: eine gewisse Menge Süßes darf momentan noch sein, dafür ißt er dann mehr Frischkost.
Beim Brot und den warmen Mahlzeiten klappt es sowieso ganz gut. Einfach nicht zu streng sein.
Viele Grüße
Steffi
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Re: Bin neu und möchte mich vorstelln

Beitragvon lulu_77 » Fr 7. Okt 2011, 10:40

Joachim hat geschrieben:Na, dann seid ihr ja schon sehr gut dabei. :) Was hat dich denn zu der Umstellung gebracht?

tja, was hat mich zur Umstellung gebracht? Ich habe vor etlichen Jahren mit weight watchers angefangen, da ich 2001 Urlaubsbilder von mir gesehen hab. Es war ganz schrecklich :? Dann hab ich auch 11 Kilo abgenommen und war schlank. Leider hielt der Erfolg nicht so lange an und ich bin immer wieder in alte Verhaltensmuster gefallen. Nach ein paar Jahren hatte ich dann alles wieder drauf. Letztes Jahr hab ich dann geheiratet und habe wieder Punkte gezählt und wieder 9 Kilo abgenommen und war wieder schlank. Aber jetzt ein Jahr später hatte ich 11 Kilo wieder drauf und im Sommer sehr ungesund gelebt. Viel Fleisch, Alkohol und "schnelles" Essen eben. Obwohl ich es ja eigentlich besser wissen müsste.
Punktezählen wollte ich nicht mehr und doch wollte ich diesmal wirklich was machen, wo ich einfach gut mit leben kann. Ich habe auch gemerkt, das es mir körperlich und seelisch nicht wirklich gut ging in diesem Sommer. Also muss ne grundlegende Veränderung her. Und da ich schon immer etwas "Öko" war viel mir nach vielen Recherchen eben die Vollwertkost ins Auge. Habe jetzt schon einiges von herrn Bruker gelesen und auch hier im I-Net. Ich bin für mich mitlerweile der Meinung, dass nur die Vollwerternährung der richtige Weg ist :D

Ich habe nicht gewusst, dass Käse Abhängig macht. :shock: Dann muss ich wirklich versuchen den Käse weg zu lassen. Mit dem Kaffee hab ich auch noch so meine Probleme. Hab ganz schlimme Kopfschmerzen und Müdigkeit wenn ich Ihn mal 2 Tage weg lasse. Ich muss mir echt nen Wochenende suchen und den Entzug zu schaffen.
Joachim hat geschrieben:Tröste dich, mein Sohn ist da auch nicht viel anders, auch wenn er mit Vollwerternährung groß geworden ist. Er merkt aber natürlich, daß es bei anderen jede Menge anderes gibt und empfindet das natürlich auch als Einschränkung. Das ist ein Phase, durch die die Kinder (und noch mehr die Eltern) wohl durchmüssen. Irgendwann sehen sie auch den Wert einer gesunden Ernährung ein, es dauert nur manchmal ein wenig... ;) Ich denke, wichtig ist, den Kindern klarzumachen, warum man das macht, so daß sie erkennen, daß es eigentlich die anderen sind, die da etwas falsch machen.


Da bin ich aber froh, und dass wo deiner schon Vollwertig groß geworden ist.

@ Steffi:
Meiner lässt sich da auf keine Kompromisse ein. Natürlich kaufe ich gesund ein und Koche auch dementsprechend. Vorgestern musste ich mir anhören, dass alles was fürher mal gut geschmeckt hat jetzt alles nur noch "Bäh" ist. Na ja, ich versuche es weiter. Er bekommt durchaus noch manchmal Brötchen vom Bäcker, Milch, ab und an mal Süßes.... (Zum Glück war er noch nie nen Süßschnabel) Leider hätte er es besonders Nötig wegen seinen Allergien. Aber ich denke, vielleicht kommt die Einsicht ja noch.
Liebe Grüße
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Re: Bin neu und möchte mich vorstelln

Beitragvon lulu_77 » Do 9. Feb 2012, 10:29

ich möchte Euch jetzt mal einen kleinen Zwischenbericht zur Umstellung geben :)

Ich esse sehr konsequent vollwertig. Zucker gibt es bei mir gar nicht!!! Nur ab und zu mal etwas Weißmehl wenn wir mal essen gehen. Aber damit kann ich leben.
Mein Käsekonsum hab ich auch massiv eingeschränkt. Fleisch gibt es seit längerem gar nicht mehr. Ich möchte aber nicht behaupten, dass ich vegetarisch lebe, weil ich nicht weiss, wie sich das in ein paar Wochen verhält. Meine Nahrung besteht aus 2/3 aus Rohkost und jeden morgen gibt es den Frischkornbrei. Und was soll ich sagen, mir geht es wirklich gut damit. Ich bin nicht mehr ständig müde und mag mich auch gerne bewegen. Die Umstellung ist das beste, was mir passieren konnte.

Mein Mann ernährt sich übrigens jetzt auch komplett vollwertig. Und ist genauso überzeugt wie ich. Seine Allergie auf Haselnüsse und Kernobst ist verschwunden. Wir warten jetzt auf den Frühling und gucken mal wie sich das mit seinem Heuschnupfen verhält. Ebenso hat er 11 Kilo abgenommen und das, wo er doch vorher schon ziemlich dünn war.
Mein Sohn kommt mitlerweile auch besser mit unserer Umstellung zurecht und man lese uns staune...... Er isst jedem Morgen mit uns den FKB :D :D

Das war zu Anfang echt unvorstellbar. Er bekommt auch jeden Mittag seine Portion Rohkost. Diese besteht momentan zwar nur aus Gurke und Möhre und viell. mal etwas grünen Salat. Aber ich denke mir, besser so als gar nicht :wink:
Wir haben bei uns also riesen Vortschritte gemacht und es freut mich total.

Natürlich haben wir auch einige andere Sachen verändert. Zum waschen gibt es Lavaerde und gekauft wird Bio, so gut es eben geht. Wir versuchen weniger Müll zu produzieren und machen uns immer wieder gedanken, wie wir zu Hause umstellen. Es ist ganz spannend.
Liebe Grüße
Lulu_77
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Re: Bin neu und möchte mich vorstelln

Beitragvon Soiree » Do 9. Feb 2012, 11:26

Mensch, das klingt ja super!!! Glückwunsch! :D
Bei uns ist es tatsächlich ähnlich, unsere Tochter ist 10 und isst mittlerweile brav Rohkost mit, schmeckt ihr richtig gut und letztens wollte sie lieber Salat als Brot essen, weil sie (Zitat:) "Appetit auf Frisches" habe :shock: :mrgreen:
Ich war absolut überrascht, weil sie früher nie Salat mochte. Obst immer, das ist bei ihr auch nach wie vor mehrmals auf dem täglichen Speiseplan.
Mit dem FKB braucht es immer etwas Zeit, meine Tochter isst ihn eher selten, mein Mann dafür immer öfter mit :D
Alles von uns Gekochte (Kartoffeln, Getreide, Hülsenfrüchte vor allem) mit Rohkost dazu kommt hier super an, auch bei Gästen :mrgreen:
Aber man sieht wieder deutlich, daß es oft Gewohnheiten sind, die unser Essverhalten bestimmen, nicht?
Wir haben jetzt schon ganz viele tiereiweißfreie oder gar vegane Lieblingsgerichte für uns entdeckt! :D
"Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen." (Erich Kästner)
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Re: Bin neu und möchte mich vorstelln

Beitragvon Kara » Do 9. Feb 2012, 11:39

Hallo Lulu

Ich finde es wirklich spannend das die Umstellung auf Vollwertkost oft auch Umstellung im Verbrauch und beim Müll und in ganz Andren Bereichen mit sich zieht.
Ich hab sowas vorher bei Umstellungen nie erlebt ich hab das Gefühl das sich bei mir eine ganz neue Lebenseinstellung entwickelt zum ersten mal wirklich Bezug zu dem was ich esse - vorher war es immer so weit weg - und einfach nur vom Supermarktregal in den Einkaufswagen gepackt damit hab ich ja nicht so viel zu tun!
Aber wenn ich jetzt ein Brot backe dann sind da viele Schritte bis zu dem fertigen Brot und ich hab das Gefühl ich nehme es mit mehreren Sinnen wahr - ich kann es riechen und schmecken und vorher aber auch kneten.
Es ist nicht mehr so abgetrennt .


Kara
Du musst nicht immer einen Plan haben.
Manchmal brauchst Du nur zu Atmen, Vertrauen, Loslassen und sehen was passiert.

-Mandy Hale-
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Re: Bin neu und möchte mich vorstelln

Beitragvon Joachim » Do 9. Feb 2012, 14:08

Hallo Kara,

Ich finde es wirklich spannend das die Umstellung auf Vollwertkost oft auch Umstellung im Verbrauch und beim Müll und in ganz Andren Bereichen mit sich zieht.


Ja, irgendwie scheint sich da etwas zu verändern. Vielleicht liegt das aber auch daran, daß einem plötzlich bewußt wird, daß man in Bezug auf Ernährung sehr stark manipuliert wurde und dadurch nun auch in anderen Bereichen kritischer hinschaut. Bei mir war die Ernährungsumstellung ja nicht der Anfang, bei mir hatte es damals mit den Hinterfragen der Religion angefangen, dann kamen Impfungen und Fleischkonsum, dann erst die Vollwerternährung. Es scheint also egal zu sein, wo man anfängt, kritisch zu hinterfragen, es weitet sich dann automatisch auch auf andere Bereiche aus. Man muß nur damit anfangen. :)

Ich hab sowas vorher bei Umstellungen nie erlebt


Ich denke, das liegt daran, daß andere Umstellungen oft erzwungen werden. Man tut das, weil es der Arzt gesagt hat oder weil es andere Gründe gibt. Bei der Vollwerternährung ist es relativ schnell so, daß man das wirklich selbst will, weil man merkt, daß es einem gut tut. :) Und dann steht man auch sehr viel mehr dahinter.
Liebe Grüße,

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