Liebes Tagebuch...

Hier hinein gehören Erlebnisse und Geschichten rund um die Vollwerternährung. Lustige und nachdenkliche Begebenheiten beim beim Einkaufen, in der Familie, in Beruf und Freundeskreis oder auch beim Arzt. Aber auch eure Erfahrungsberichte und Erfolge sind hier willkommen! Beschreibt doch mal, wie ihr zur Vollwerternährung gefunden habt und welche Veränderungen das mit sich brachte. Macht bitte für jede neue Geschichte auch ein neues Thema auf!

Moderator: Bienchen

Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Joachim » Fr 16. Mär 2012, 12:30

Hallo Stephie,

Joachim, ist das so? Wie kommt eine solche Information zustande?


Ja, das ist leider so. Es gibt offenbar kaum noch unabhängige Forschung, schon gar keine bedeutende. Selbst an den Universitäten, früher eine Bastion der freien Forschung, ist man stark auf Drittmittelfinanzierung angewiesen und übernimmt gerne Forschungsaufträge der Industrie. Gerade in den USA sind Dank früherer Machenschaften (Stichwort "Efficiency through philantropy") die Board of Directors in der Regel von Interessensvertretern der Industrie besetzt und darüber steuert man, was gelehrt und gelernt wird. Bei uns ist das offenbar weniger der Fall, hier läuft das eher über die Drittmittelfinanzierung. Die Entscheider in der Politik, die Ministerien etc. haben selbst kein Know-How, sondern verlassen sich auf das Fachwissen anderer, die natürlich nie unabhängig sind, sondern in der Regel ebenfalls direkt oder indirekt von der Industrie gestellt werden. Vorgeblich unabhängige Insitute wie bspw. die DGE sind bei näherem Hinsehen gar nicht so unabhängig, denn dort werden Firmenmitgliedschaften angeboten und da finden sich dann auch die ganzen großen Konzerne. Und wie das immer so ist: Wes Brot ich eß, des Lied ich sing...

Und - ernähren diese Menschen sich anders, weil sie es besser wissen?


Nein, tun sie nicht, sie wissen es auch nicht besser. Das sind ja auch nur Menschen und die glauben natürlich auch das, was die Massenmedien und vorgeblich unabhängigen Institute erzählen.

Das ganze ist auch keine Verschwörung, sondern einfach die Folge der wirtschaftlich orientierten Unternehmensziele, die bei der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie wie auch anderswo eben "Gewinnmaximierung" lauten. Es geht darum, die eigenen Produkte und Dienstleistungen in den Markt zu drücken. Ob das dann gesundheitliche Folgen hat, spielt nur dann eine Rolle, wenn ein direkter, unmittelbarer Zusammenhang nachweisbar wird. Ansonsten hat man da offenbar recht wenig Skrupel, sonst würde man nicht bspw. Contergan in der dritten Welt verkaufen oder die Mütter dort mit Kunstmilch vom Stillen abhalten. Da nimmt man ja auch bewußt in Kauf, daß die Leute und Babies kurzfristig krank werden, weil sie nichts zu befürchten haben. Und wenn das schon in Kauf genommen wird - wen sollte da interessieren, wenn die Leute nach Jahrzehnten krank werden? Im Gegenteil - die Pharmaunternehmen brauchen kranke Leute. Das übelste für diese Industrie wäre, wenn die Menschen sich gesund ernähren würden...
Liebe Grüße,

...Joachim

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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » Mi 21. Mär 2012, 15:41

Joachim hat geschrieben:Das ganze ist auch keine Verschwörung, ...

Das hört sich aber schon fast so an. Weil es so vom Gewinnstreben getrieben sein muss. Mir ist bei dem Gedanken ein bisschen mulmig, was man alles macht, ohne zu wissen, dass es vielleicht nicht gut ist, nur weil es von einer Interessengruppe getrieben wird. Ich möchte schon gern "mein eigener Herr" sein.
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » Mi 21. Mär 2012, 15:52

So, mal ein Zwischenstand:

Ich bin jetzt seit ca. 4 Wochen dabei.

Inzwischen mag ich keine Süßigkeiten mehr, wenn ich naschen will, nehme ich mir Obst, das ich einfach so essen kann (unterwegs) oder schneide es mir in einen Joghurt (zu Hause). Manches Gemüse ist jetzt auch zu meinem Naschzeug geworden, weil es einfach so süß ist, Möhren oder Eisbergsalat zum Beispiel. Mein Geschmack hat sich dahingehend geändert, dass ich vorher nicht gedacht hätte, wie süß diese Sachen sein könnten.

Ich vermeide auch sonst allen Zucker, einen Kuchen habe ich mit Honig gebacken, war klasse.

Daraus resultierend ist mein Schoko-Heißhunger weg. Das hätte ich nie gedacht und das war in den ersten Tagen auch das Schlimmste.

Ich mahle mein Mehl selbst, Brot selbst gebacken habe ich ja vorher schon eine Weile.

(Fast) jeden Tag gibt es für meine Bande und mich einen FKB mit Sahne und Obst, der ist praktisch schon zum Schulfutter geworden.

Eine Veränderung hat sich schon eingestellt, verdauungsseitig (muss vielleicht nicht weiter diskutiert werden) und um die Hüfte, da sind es schon 6 kg geworden - unglaublich. Und das, obwohl ich eigentlich immer satt bin.
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » Mi 21. Mär 2012, 15:56

Jetzt bin ich aber auf das nächste Problem gestoßen, ich habe nämlich nicht bewusst irgendwas von Reis gelesen.

Ich bin so ein Sushi-Fan, da wäre wahrscheinlich gar nichts dran auszusetzen, wenn der Reis ok ist. Wie seht ihr das?
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