Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Hier hinein gehören Erlebnisse und Geschichten rund um die Vollwerternährung. Lustige und nachdenkliche Begebenheiten beim beim Einkaufen, in der Familie, in Beruf und Freundeskreis oder auch beim Arzt. Aber auch eure Erfahrungsberichte und Erfolge sind hier willkommen! Beschreibt doch mal, wie ihr zur Vollwerternährung gefunden habt und welche Veränderungen das mit sich brachte. Macht bitte für jede neue Geschichte auch ein neues Thema auf!

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Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Genoveval » Mo 17. Sep 2012, 11:37

Ich habe für über zwei Jahren angefangen mich vollwertig zu ernähren, die Einstellung hier im Forum zur Nahrung hat mir gefallen.
Ich war sehr konsequent was Zucker und Weißmehl, FKB und so weiter angeht. Ich habe mich fast ausschließlich von Frischkost ernährt.
Alles so natürlich und selbsterklärend, eigentlich braucht man keine Fragen stellen, da man die Antworten schon kennt wenn man nur logisch über die Frage nachdenkt.
Leider musste ich während des letzten Jahres erfahren, dass lange nicht alles so natürlich und einfach ist, wie es hier dargestellt wird.
Man müsste doch meinen, das Fortpflanzung, das natürlichste der Welt ist. Sicher, Rückschläge kann es geben und gehören dazu, aber ich war immer der festen Überzeugung, die Frauen, die bei dem Thema ernste Probleme haben, ernähren sich sicher nicht gesund, leben nicht gesund und natürlich.
Ein sehr hohes Ross auf dem ich da saß, wahrscheinlich musste ich deswegen lernen, dass das mit Natürlichlkeit so überhaupt nichts zu tun hat.

Ich habe im letzten Jahr 3 Kinder verloren, habe unzählige Laboruntersuchungen hinter mir und weiß nun, dass es eine "natürliche" Schwangerschaft ohne Nahrungsergänzungsmittel, Blutverdünner und wohl noch allen möglichen anderen Medikamenten für mich nicht geben wird.
Ich bin Vegetarier und werde wegen des hohen Präeklampsie Risikos in der Schwangerschaft Fleisch und Fisch essen.

Zucker meide ich nach wie vor, Weißmehl die meiste Zeit und trotz noch relativ gesunder Ernährung (FKB kann ich einfach nicht mehr essen es widert mich an) sind bei mir viele Laborwerte mehr als mies.

Wie kann das sein, wenn doch die richtige Ernährung gegen alles Schlechte hilft?
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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon trolljente » Mo 17. Sep 2012, 12:05

Hallo, das tut mir sehr leid für dich, dass du drei Kinder ziehen lassen musstest! Sicher nicht einfach! Und ich kann gut verstehen, dass du traurig und auch wütend bist! Deine Fragen kann ich dir nicht beantworten, ich wollte nur mitteilen, dass ich auch nicht so gut mit der VWK klargekommen bin! Ich habe auch etliche gesundheitliche Probleme bekommen und meine Zellen wurden (werden?) auch nicht optimal versorgt. Nun weiß ich nicht, ob ich dann einfach länger hätte durchhalten sollen? Momentan ernähre ich mich leider wieder sehr schlecht und merke das auch an der Müdigkeit und auch am Bindegewebe. Nur schlecht sein kann die VWK also auch nicht, denn ich habe mich gerade in der ersten Zeit sehr viel fitter damit gefühlt, gut abgenommen und hatte viel straffere Haut!
Ich wünsche dir alles Gute und vor allen Dingen, dass es klappt mit einem Baby!!!
LG von Sylvia
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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Joachim » Mo 17. Sep 2012, 12:24

Genoveval hat geschrieben:Wie kann das sein, wenn doch die richtige Ernährung gegen alles Schlechte hilft?


Die richtige Ernährung hilft leider nicht gegen alles Schlechte. Ernährungsbedingte ZIvilisationskrankheiten entwickeln sich im Verlauf vieler Jahrzehnte und über viele Generationen. Was wir heute an Auswirkungen spüren, sind die Folgen von rund fünf Generationen Fehlernährung. Und wir wissen aus Kollaths Versuchen, dass der Organismus etwa die doppelte Zeit benötigt, um die Auswirkungen wieder aus dem Genpool zu entfernen. Wir reden also von zehn Generationen - das sind also ganz enorme Zeiten gegen die zwei Jahre Vollwertkost dann doch relativ mager aussehen.

Wenn wir uns vollwertig ernähren, dann ist das so, als würden wir bei einem mit Höchstgeschwindigkeit fahrenden Zug die Bremse zudrehen. Die Wirkung setzt zwar sofort ein, aber bis das alles zum Stehen kommt, kann es sehr lange dauern. Sprich: Wir können damit zwar bestimmte Krankheiten verhüten und einige bestehende zum Stillstand bringen, aber das ist noch weit entfernt von einer generellen Gesundheit. Es ist mehr wir jemand, der auf einem schmalen Bergpfad herumwackelt und kurz davor ist, über die Kante zu fallen. Die Umstellung auf Vollwertkost bewahrt ihn wie ein kleiner Schubs in die richtige Richtung vor dem unmittelbaren Absturz, aber die Gefahr besteht weiterhin - umso mehr, je mehr er wackelt.

Was nun die Präklampsie betrifft: Ich kann nicht sagen, wie viel dieser Krankheit tatsächlich auf Ernährungsfehler zurückgeht und wie viel ihre Ursache in anderen Bereichen hat. Da sie aber häufig mit anderen ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten gemeinsam auftritt (Diabetes, Bluthochdruck, usw.) scheint es da Gemeinsamkeiten zu geben. Dem Wesen nach ist bei der Präklampsie offenbar die Niere geschädigt. Da können Ernährungsfehler zwar durchaus eine Rolle spielen, aber eben auch Schadstoffeinwirkungen aus der Umwelt oder durch Medikamente. Vielleicht macht es Sinn, mal in diese Richtung zu forschen. Dass man bei einer Nierenschädigung schlechte Blutwerte hat, erscheint mir nachvollziehbar.

Was mich ein wenig irritiert ist dieser Satz:

Ich bin Vegetarier und werde wegen des hohen Präeklampsie Risikos in der Schwangerschaft Fleisch und Fisch essen.


Wie kommt es denn dazu? Bei einer Nierenschädigung ist doch der Verzehr von tierischem Eiweiß eher nicht empfehlenswert...?
Liebe Grüße,

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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Genoveval » Mo 17. Sep 2012, 12:58

Trolljente: Vielen Dank!

Joachim, ich weiß, dass sich die ernährungsbedingten Krankheiten über Generationen entwickeln, ich dachte nur immer, wenn ich mich vollwertig ernähre, würde ich den Zustand meiner Eltern halten können.
Bei denen gab es solche Probleme nie.

Ich habe meine Kinder nicht wegen Präeklampsie verloren, nicht dass das falsch verstanden wird. Die Plazenta hat einfach nicht richtig gearbeitet bzw. war mein Körper nicht in der Lage, die Plazenta und damit die Kinder gut genug zu versorgen. Die Durchblutung war zu schlecht.
Mittlerweile wurden die möglichen Gründe festgestellt und diese Gründe erhöhen nicht nur das Fehlgeburtsrisiko, sondern auch das Risiko später eine Präeklampsie zu entwickeln.
Und bei Präeklampsie ist es besonders wichtig, dass der Körper mit genügend Eiweiß und Salz versorgt wird, da er wohl soweit ich mich belesen habe, das Eiweiß nicht so gut halten kann. Daher wird für Risikoschwangere eine besondere eiweißreiche und salzreiche Ernährung empfohlen.
Es gibt Studien, die den Erfolg dieser Ernährung in Zusammenhang mit Präeklampsie bestätigen.

Der Grund, dass gerade heute der Frust über die VWK Kost so groß ist, ist im Übrigen, dass ich heute erfahren habe, dass sogar mein Cholesterinwert mit 231 zu hoch ist.
Ich bin wie gesagt Vegetarierin, gut Milchprodukte und Eier meide ich die letzte Zeit nicht unbedingt, aber soo hoch?
Mein kompletter Fettstoffwechsel schein nicht richtig zu funktionieren und in meiner Familie gibt es außer mir niemanden, bei dem so eine Fehlfunktion bekannt wäre.
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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon BrigitteH » Mo 17. Sep 2012, 13:39

Welchen Cholesterinwert meinst du? Es gibt zwei, das HDL und LDL?
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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Genoveval » Di 25. Sep 2012, 09:32

Hallo Brigitte,
tut mir leid, hab die genauen Werte erst gestern schriftlich bekommen.
Es geht wohl um das Gesamtcholesterin.
LDL ist noch im Rahmen, HDL sehr hoch.
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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Babuschka » Di 25. Sep 2012, 10:10

hallo Genoveva,
das Gesamtcholesterin von 230 ist erhöht. Es sollte unter 200 liegen.
Wichtiger als die reine Zahl ist aber das Verhältnis HDL und LDL zum Gesamtcholesterin.
HDL ist das gute Cholesterin. Der Wert sollte möglichst hoch sein im Verhältnis zum Gesamtcholesterin. Ein Wert von über 50 ist sehr gut (und wichtiger als die reine Zahl zum Gesamtcholesterin!).
LDL ist das "böse" Cholesterin und sollte möglichst unter 90 sein.
Wenn also dein HDL über 50 ist und dein LDL unter 90, sind deine Werte imho in Ordnung.
Liebe Grüsse,
Babuschka.
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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Genoveval » Di 25. Sep 2012, 10:15

Babuschka ganz so gut ist es leider nicht,
HDL liegt bei 79 und ist damit wohl sehr hoch
LDL ist aber auch bei 135

Und da auch mein Lp(a) arg erhöht ist, liegt bei mir Fettstoffwechselmäßig wohl einiges im Argen :(
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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Joachim » Di 25. Sep 2012, 10:57

Hallo Genoveval,

Joachim, ich weiß, dass sich die ernährungsbedingten Krankheiten über Generationen entwickeln, ich dachte nur immer, wenn ich mich vollwertig ernähre, würde ich den Zustand meiner Eltern halten können.


Im Prinzip ist das auch so, aber das hängt offenbar auch davon ab, wieviel Fahrt der Zug bisher aufgenommen hatte. Selbst bei Vollbremsung rutscht er noch ein Stückchen weiter und das kann reichen, um die Krankheit in Erscheinung treten zu lassen. Das ist natürlich nur eine Analogie, aber so könnte ich mir das erklären.

Mittlerweile wurden die möglichen Gründe festgestellt und diese Gründe erhöhen nicht nur das Fehlgeburtsrisiko, sondern auch das Risiko später eine Präeklampsie zu entwickeln.


Ah, dann hatte ich das in der Tat etwas falsch verstanden.

Mein kompletter Fettstoffwechsel schein nicht richtig zu funktionieren und in meiner Familie gibt es außer mir niemanden, bei dem so eine Fehlfunktion bekannt wäre.


Ich halte es für unwahrscheinlich, daß das durch die Vollwertkost verursacht wird, denn die zeigt ja normalerweise genau den gegenteiligen Effekt. Es wäre auch unlogisch, dass man kränker wird, wenn man den Organismus besser mit Vitalstoffen versorgt. Gefühlsmäßig würde ich daher die Ursachen erst einmal an anderer Stelle als in der Ernährung suchen. Die Symptome könnten ja auch Folgen einer anderen Krankheit sein, die bisher einfach nur noch nicht entdeckt wurden. Das herauszufinden ist aber nun Sache eines Arztes, da können wir viel vermuten.
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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Joachim » Di 25. Sep 2012, 11:23

Hallo Babuschka,

Wichtiger als die reine Zahl ist aber das Verhältnis HDL und LDL zum Gesamtcholesterin.
HDL ist das gute Cholesterin. Der Wert sollte möglichst hoch sein im Verhältnis zum Gesamtcholesterin. Ein Wert von über 50 ist sehr gut (und wichtiger als die reine Zahl zum Gesamtcholesterin!).
LDL ist das "böse" Cholesterin und sollte möglichst unter 90 sein.


Sorry, wenn ich widerspreche, aber das ist ein Märchen. Damit kam man an, nachdem klar wurde, daß einem das generelle "Cholesterin ist böse" Märchen sowieso keiner mehr glaubt.

Es gibt kein gutes oder böses Cholesterin. Cholesterin ist ein Lipoprotein, ein Transportmechanismus für Fette. Das kann man sich wie ein Taxi vorstellen, das die Aufgabe hat, Fettsäuren in die Zellen hinein und aus den Zellen hinaus zu transportieren. Je nachdem wieviele Fettsäuren so ein Taxi gerade transportiert, ist es mehr oder weniger gut gefüllt. LDL und HDL sind also nur zwei isolierte "Füllungszustände" des gleichen Transportproteins. Es gibt noch andere, bspw. VHDL. Die "Dichte" bemißt sich dabei nicht nach den Fettsäuren, die transportiert werden, sondern nach der enthaltenen Proteinmenge, die sich dadurch umgekehrt proportional zu den transportierten Fettsäuren zeigt. LDL ist also ein mit vielen Fettsäuren beladenes Taxi, HDL ein ziemlich leeres.

Naiverweise nimmt man nun an, dass es schlecht ist, wenn Fettsäuren in die Zelle transportiert werden und daß es gut ist, wenn sie aus den Zellen herausgeholt werden. Deshalb sieht man das LDL mit den vielen Fetten als böse an, das HDL als gut. Zwangsläufig werden auch mehr Fettsäuren in die Zelle hineintransportiert, als heraus, so daß man die vollen Taxis (das LDL) bei dem Cholesterin findet, das auf dem Weg zur Zelle ist, während man das HDL dort findet, wo das Cholesterin mit wenigen Fettsäuren beladen von der Zelle zurückkehrt. Die Idee vom guten und bösen Cholesterin ist so naiv wie falsch, denn ohne Grund werden da nicht einfach mehr Fettsäuren in die Zellen transportiert. Man kann den Leuten aber eben mit der naiven Sichtweise: "Bei Arteriosklerose gibt's Fettablagerungen, die Fette werden vom Cholesterin dahin gebracht, also ist das LDL Cholesterin böse" prima Cholesterinsenker verkaufen und deshalb gibt es solche Märchen leider immer noch.

Wenn man im Organismus also mehr Cholesterin findet, dann bedeutet das lediglich, dass mehr Taxis unterwegs sind. Wenn der LDL Wert erhöht ist, dann deshalb weil mehr Fettsäuren in die Zellen transportiert werden. Das macht der Organismus natürlich nicht ohne Grund, das passiert, wenn die Zellen eben mehr Fettsäuren brauchen. Warum sie mehr brauchen, ist eine ganz andere Frage, aber das ist etwas, wofür man die Taxis ganz sicher nicht verantwortlich machen kann.

Ein erhöhter Cholesterinwert ist deshalb auch keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom, dass im Fettstoffwechsel gerade etwas nicht normgemäß abläuft. Ist der Wert dauerhaft erhöht, dann muss man nach den Ursachen fragen, warum der Organismus das macht. Cholesterinsenker sind deshalb natürlich auch völlig sinnfrei, denn sie unterdrücken nur das Symptom. Das ist so, als würden am Flughafen viele Touristen gleichzeitig ankommen, draußen fahren entsprechend viele Taxen vor, woraufhin einer das als "viel zu viele Taxis" ansieht und der Hälfte mal eben die Reifen zersticht. Folge: Taxivorkommen wieder auf Normwert, aber Chaos am Flughafen.
Liebe Grüße,

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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Genoveval » Di 25. Sep 2012, 11:33

Joachim hat geschrieben:Ich halte es für unwahrscheinlich, daß das durch die Vollwertkost verursacht wird, denn die zeigt ja normalerweise genau den gegenteiligen Effekt. Es wäre auch unlogisch, dass man kränker wird, wenn man den Organismus besser mit Vitalstoffen versorgt. Gefühlsmäßig würde ich daher die Ursachen erst einmal an anderer Stelle als in der Ernährung suchen. Die Symptome könnten ja auch Folgen einer anderen Krankheit sein, die bisher einfach nur noch nicht entdeckt wurden. Das herauszufinden ist aber nun Sache eines Arztes, da können wir viel vermuten.


Ich glaube auch garnicht, dass die Vollwertkost das ganze verursacht hat, aber ich dachte halt, dass auf Stoffwechselstörungen die vollwertige Ernährung einen positiven Einfluss hat.
Wahrscheinlich kann ich die schlechten Werte aber garnicht beeinflussen, die Höhe des Lp(a) Wertes ist genetisch bedingt, bei Cholesterin hat die Ernährung soweit ich gelesen habe auch nur sehr geringen Einfluss.
Ist halt so, also muss ich damit leben. Vielleicht war es wichtig, dass mein Weltbild wieder gerade gerückt worden ist.

Im übrigen war mein Gesamtcholesterin vor 4 Jahren schon zu hoch.
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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Joachim » Di 25. Sep 2012, 12:42

Hallo Genoveval,

Ich glaube auch garnicht, dass die Vollwertkost das ganze verursacht hat, aber ich dachte halt, dass auf Stoffwechselstörungen die vollwertige Ernährung einen positiven Einfluss hat.


Das hat sie auch, aber nur, wenn die Stoffwechselstörungen auch ernährungsbedingt sind. Interessant wäre, wie sich zwei Wochen reine Frischkost auswirken würden. Wenn sich dadurch auch keine Veränderung ergibt, dann kann man vermutlich davon ausgehene, dass die Ursachen nicht in Ernährungsfehlern liegen.

Wahrscheinlich kann ich die schlechten Werte aber garnicht beeinflussen, die Höhe des Lp(a) Wertes ist genetisch bedingt,


Ja, auch der normale Cholesterinwert kann bei einen höher sein, als beim anderen. Der Irrsinn ist ja, dass der Normwert für Cholesterin schon ein paar mal am grünen Tisch einfach so gesenkt wurde, weil dadurch mehr Menschen einen zu hohen Cholesterinspiegel attestiert bekommen und behandlungsbedürftig werden. Da genügt es dann, mal ins Ausland zu fahren. Da gelten andere Normwerte und da ist man dann mit dem gleichen Cholesterinwert plötzlich gesund... :mrgreen:

bei Cholesterin hat die Ernährung soweit ich gelesen habe auch nur sehr geringen Einfluss.


Vorsicht: Die meinen etwas anderes. Die Idee dahinter ist wieder naiv-falsch, nämlich, dass man, wenn man einen zu hohen Cholesterinspiegel hat, eben cholesterinarm essen muß. Das ist völliger Unsinn, denn unser Organismus produziert das meiste Cholesterin selbst und verfügt über einen entsprechenden Regulationsmechanismus. Wenn weniger über die Nahrung aufgenommen wird, wird eben mehr selbst produziert. Deshalb hat die Ernährung (gemeint ist der Cholesteringehalt der Nahrung) auch nur einen sehr geringen Einfluß auf den Cholesterinspiegel. Eigentlich hat so eine "Cholesterin-Reduktionsdiät" nur dann einen Effekt, wenn der körpereigene Regulationsmechanismus gestört ist. Dann - und nur dann - kann eine solche Diät tatsächlich notwendig und sinnvoll sein - als symptomatische Ergänzung zur ursächlichen Behandlung.
Liebe Grüße,

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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon Zele » Di 25. Sep 2012, 18:57

Genoveval hat geschrieben:
Der Grund, dass gerade heute der Frust über die VWK Kost so groß ist, ist im Übrigen, dass ich heute erfahren habe, dass sogar mein Cholesterinwert mit 231 zu hoch ist.
Ich bin wie gesagt Vegetarierin, gut Milchprodukte und Eier meide ich die letzte Zeit nicht unbedingt, aber soo hoch?
Mein kompletter Fettstoffwechsel schein nicht richtig zu funktionieren und in meiner Familie gibt es außer mir niemanden, bei dem so eine Fehlfunktion bekannt wäre.


Liebe Genoveval,

ich war erst beim Blutabnehmen wegen meiner Schilddrüsenunterfunkton und da sagte der Arzt: Alle Werte in Ordnung, bis auf den TSH. Und ich fragte wie hoch den mein Cholesterin war. Da sagte er 250 und fand das voll normal...und ich war völlig geschockt. Ich habe auch schon seit Jahren einen hohen Cholesterinspiegel, da hat auch 15 Jahre vegetarische Ernährung nichts dran geändert. Bei der Vollwert bin ich erst seit 4 Monaten. Aber schon bemerkenswert, dass er das völlig normal fand.

Da ich selbst so einen extrem starken Kinderwunsch hatte vor meiner Schwangerschaft mit meinem ersten Sohn und es fast 2 Jahre gedauert hat, kann ich sehr gut nachvollziehen, wie es Dir geht. Oh Gott, ging es mir schlecht, so schlecht wie noch nie im Leben. Deswegen denkst Du auch, nur Du hast Fehlfunktionen in der Familie etc. Das ist natürlich Quatsch und wenn Du mal ganz ehrlich nachdenkst, siehst Du auch, dass das nicht stimmen kann.

Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung sagen, mach viel positive Gedankenarbeit. Ich habe mir jeden Tag die CD 'Wünschen und bekommen' von Esther und Jerry Hicks reingezogen. Das hat mich gerettet. Statt ständig zu denken *Oh Gott, ich erschieße mich, wenn ich kein Kind bekommen kann* oder es mir Stiche versetzt hat, wenn ich andere mit Babybauch gesehen habe, habe ich gedacht *Oh, bald steht hier ein Kinderwagen* etc. etc.

Liebe Grüße Zele
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Re: Gerade auf Kriegsfuss mit der VWK?

Beitragvon sonnenkind » So 30. Sep 2012, 18:49

Hallo!

Hier wurde gerade bei 3Sat über Cholesterin berichtet:
http://www.3sat.de/mediathek/?display=1 ... &obj=32709

dort wurde u.a. auch gesagt, dass ein hoher Cholesterinspiegel bei sonstiger Gesundheit kein Problem ist und die Grenzwerte bei Cholesterin unsinnig sind.

Auch interessant: wie der Zusammenhang zwischen Cholesterin und Arterienverkalkung hergestellt wurde.
Es kommt nicht darauf an, zu erkennen, sondern das Erkannte zu tun

Weisheit von einem Yogiteebeutelpapierchen ;-)
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