Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Hier hinein gehören Erlebnisse und Geschichten rund um die Vollwerternährung. Lustige und nachdenkliche Begebenheiten beim beim Einkaufen, in der Familie, in Beruf und Freundeskreis oder auch beim Arzt. Aber auch eure Erfahrungsberichte und Erfolge sind hier willkommen! Beschreibt doch mal, wie ihr zur Vollwerternährung gefunden habt und welche Veränderungen das mit sich brachte. Macht bitte für jede neue Geschichte auch ein neues Thema auf!

Moderator: Bienchen

Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Martin » Di 23. Okt 2012, 18:06

Hallo,

dies ist mein erster Beitrag in diesem tollen Forum. Bisher habe ich still mitgelesen. Wer sich dem konkreten Fall widmen möchte, kann die Einführung überspringen, weil es ein sehr sehr langer Text ist. Bei anderen mag ich keine langen Romane :mrgreen:

Einführung/Krankengeschichte
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Kurz zu mir: Bin Mitte 20 und studiere. Zur Vollwertkost bin ich nach verschiedenen Krankheiten gekommen. Es war ein Prozess, der sich in den letzten 5 Monaten vollzogen hat. Vor 3 Jahren wurde eine Fruktoseintoleranz bei mir festgestellt. Seitdem meide ich sämtliche Fruchtsäfte und trinke fast ausschließlich stilles Wasser. Wasser mit Kohlensäure habe ich früher schon kaum vertragen und habe es instinktiv nicht getrunken. Süßigkeiten sind quasi komplett von meinem Speiseplan gestrichen,
Im Kindesalter gab es viel Apfelsaft, das billige Konzentrat. Viele Süßigkeiten gegessen, beim Handelshof wurde dann mehrere Dosen mit süßen Sünden ins Zimmer gestellt und schnell verbraucht. Das hat sich dann im Laufe der Zeit gelegt, bis 16 Jahre ging das ungefähr so. Es wurden nicht jedes Jahr diese Dosen gekauft, aber auf 20 Dosen werde ich im Leben schon gekommen sein. Dazu noch andere Süßigkeiten wie Schokolade und Co.
Während meiner Studentenzeit habe ich neben den Mensa-Besuchen viele Fertiggerichte konsumiert. Eines Tages habe ich die Nahrung nicht mehr vertragen und hatte schreckliche Blähungen. Dann wurde die Fruktoseintoleranz diagnostiziert, nachdem die Laktoseintoleranz negativ ausfiel. Da fiel mir zum ersten Mal auf, wie herrlich inkompetent die Schulmedizin ist. Fruktoseintoleranz kennen sehr wenige Menschen und leider genauso wenige Ärzte in Deutschland...

Zurück zur Vollwertkost: Alles fing mit einem hohen H-Milch-Konsum ein. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, zuzunehmen. Ich wog damals 66 Kilo bei einer Körpergröße von 1,86m [zum Thema Gewicht werde ich demnächst ein separates Thema eröffnen]. Das war mir zu wenig. Bisher war es mir stets unmöglich im Leben zuzunehmen. Mehr als 71 Kilo habe ich nie hinbekommen und das auch nur wenige Tage. Folge war ein Blähbauch. Im Internet las ich etwas von einer GOMAD-Diät. Das Ziel dabei ist, nach einer gewissen Zeit knapp 4 Liter Milch am Tag zu trinken um an Gewicht zuzulegen. Nach zwei Wochen und durchschnittlichen 2 Liter pro Tag, trat bei mir ein trockener Husten morgens und abends auf, der zunächst mit Fenchelhonig beruhigt werden konnte. Nach einem Monat fand ein Arzt heraus, dass der Husten auf ein allergisches Asthma zurückzuführen ist. Die H-Milch war der Übeltäter und wurde seitdem nicht mehr konsumiert. Die Ärzte haben zu dieser These leider nichts beitragen können. Durch Recherche im Internet sah ich mich bestätigt.
Ich bekam die üblichen Medikamente (Asthma-Spray) und auch drei Wochen Kortisontabletten. Zu allem Übel bekam ich in der gleiche Zeit noch eine hartnäckige Erkältung mit Entzündung. Oben drauf bekam ich Ohrenprobleme und wiederholt Antibiotika. Das half mir leider nur bedingt für die Erkältung und ich bekam vor 2 Monaten ein Paukenröhrchen ins linke Ohr gelegt. Bis heute ist das Ohr noch nicht ausgeheilt, aber es ist zufriedenstellnd. Insbesondere die Ohrenprobleme führten bei mir zu aggressiven Stimmungen und Depressionen. Ich war im Grunde unfähig, ein normales Leben zu führen. Nebenbei musste ich noch einige Klausuren und eine Seminararbeit schreiben. Das war sehr sehr schwierig. Dazu kam eine Prüfung während meiner akuten Asthma-Phase, die ich aus unterschiedlichen Gründen verpatzte.
Letztendlich habe ich gesehen, wie hilflos die Schulmedizin schon bei solch "einfachen" Krankheiten ist. Ich fühlte mich auch nur wie ein Patient unter vielen anderen. Individuell wurde ich nicht behandelt, sondern nach Schema F. Dabei kann doch nicht jeder Mensch mit der gleichen Methode behandelt werden. Ich sah es gar nicht ein, dass ich nun jeden Tag Asthma-Sprays nehmen sollte. Dies war für mich eine Einschränkung, die ich nicht akzeptieren wollte. Zuvor nahm ich schon Vitamin-Tabletten um eine bessere Verdauung zu erreichen, was auch gut gelang. Aber diese Präparate kosten viel Geld.
Bewährt hatte sich zuvor ein Darmaufbau mit den Bakterien-Präparaten Symbioflor I und II. Dr. Bruker scheint diese zumindest nicht gänzlich abzulehnen, wie ich einem Buch aus der Sprechstunde entnehmen konnte. Er hat sie aber auch nicht befürwortet. Bei mir haben sie das Lebensgefühl um 100% gesteigert. Ich konnte endlich wieder normal essen.

Nun esse ich seit knapp 2 Monaten vollwertig. Dabei verzichte ich auch auf den Konsum auf Fleisch und anderes tierisches Eiweiß wie Milch, Quark, Käse etc. Nur Sahne konsumiere ich in größeren Mengen.

Erfahrungen
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Nach dem Studieren zahlreicher Bruker-Bücher, habe ich mir sofort eine Kaffeemühle gekauft, um mir den täglichen Frischkornbrei zuzubereiten. Diesen habe ich anfänglich jeden morgen mit einer Sechskornmischung Getreide, Banane, Sahne und etwas Honig sowie Zitronensaft gegessen.
Anfänglich lief alles reibungsfrei. Mein Asthma verbesserte sich schlagartig. Meine Pickel sind dabei sich in erheblichem Maße zu reduzieren und meine Stimmungsschwankungen und Depressionen sind wie weggeblasen. Lieber habe ich gar nichts gegessen als das falsche zu essen. Gerade am Anfang habe ich mich fast jeden Tag dabei erwischt, wie ich zu Liedern im Radio aus Freude in der Küche getanzt habe. Sowas mache ich eigentlich nie und ich bin auch kein großer Tänzer. Ich hasse eigentlich tanzen.

Ich habe mein Leben auf einen kompletten Prüfstand gestellt. Kosmetikprodukte werden nahezu vollständig gemieden (habe seit Jahren Haarausfall und heftige Schuppen), nachdem ich das Buch "Alles klar mit Haut und Haar" gelesen hatte. Ich hinterfragte das Glühbirnenverbot und bin dabei sämtliche Energiesparlampen aus dem Haushalt zu verbannen. Ich habe mir sehr viele Dokumentation und Disskussionsrunden zum Thema Ernährung und anderen Bereichen angesehen. Ich fing an, alles zu hinterfragen. Jedes Produkt was ich in meine Hand nehme, wird nun detektivisch untersucht und erstmal Google befragt. Ich fing an, meine Wäsche mit Waschnüssen zu waschen. Für meine Haare verwende ich nun eine Wildschweinborste und einen Holzkamm. Meine Erkältung konnte durch Inhalationen und Kräutertees verbessert werden. So zieht sich das durch mein Leben.

Konkretes Problem
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Nach der Umstellung auf Vollwertkost war die ersten Tage alles soweit in Ordnung. Allerdings stellte ich urplötzlich fest, dass mein Gesicht einen heftigen Ausschlag hatte. Rote Stellen an der gesamten Stirn, im oberen Bereich der Nase, unter beiden Augen, verteilt über die Wangen bis neben den Mundwinkeln. Quasi in der berühmten T-Zone mit Ausweichern nach links und rechts.
7-8 Tage hat es höllisch gebrannt und mein Gesicht glühte förmlich. Ich sah so aus, als wenn ich nachts mit meinem Kopf auf einer Herdplatte geschlafen hätte. So rot war mein Gesicht. Dazu hatte ich morgens regelmäßig im Gesicht eine heftige Abschuppung. Die Haut löst sich in extremer Art und Weise. Mit einer Heilerdemaske konnte ich einen angenehmen Kühleffekt erreichen. Vieles spricht dafür, dass es eine Schuppenflechte ist.

Dazu hatte ich bereits vor der Umstellung auf Vollwertkost mit Haarausfall und heftigen Schuppen zu kämpfen. Teilweise hatte ich dicke Krusten auf dem Kopf, die ich durch Klettenwurzelöl aber aufweichen konnte. Dicke Schuppen fallen mittlerweile nicht mehr von meinen Haaren und meine Kleidung ist nicht mehr so schneeweiß. Allerdings habe ich noch sehr feine kleine Schuppen. Ich wasche meine Haare bisher alle 7 Tage mit Heilerde und nutze danach eine saure Rinse (1 Liter Wasser, 1 EL Essig). Nach 4-5 Tagen sind die Schuppen wieder da und werden von Tag zu Tag intensiver. Auch habe ich festgestellt, dass die Haare recht schnell fettig werden und ich alle 3 Tage die Haare waschen müsste.

Festgestellt habe ich nun, dass der Gesichtsausschlag nach Weglassen des Frischkornsbrei nicht in der Form wiedergekommen ist. Allerdings ist die Haut nach wie vor noch etwas gerötet, neun Tage habe ich bisher auf den Frischkornbrei verzichtet. Ich sehe aber wieder recht normal aus.

Nun bin ich natürlich stark verunsichert, was der Hautausschlag zu bedeuten hat. Ist mein Körper dabei sich zu entgiften oder leide ich an einem Nährstoffmangel (z.B. Vitamin D)? Das der Frischkornbrei ungesund ist, kann nachvollziehbarerweise ausgeschlossen werden. Im Internet habe ich von einem Menschen gelesen, bei dem Neurodermitits nach Verzicht auf Kohlenhdydrate auftrat und nach Konsum von Zucker wieder verschwand. Dies ist für mich keine sinnvolle Alternative.

Der Ausschlag ist teilweise so stark, dass ich nur ungern auf die Straße gehe. Daher möchte ich momentan auf den Brei verzichten. Es brennt mittlerweile nicht mehr im Gesicht, aber die roten Stellen sind nach wie vor deutlich zu sehen. Darauf werde ich auch oft angesprochen. Das nervt.

Was tun?


Viele Grüße und danke fürs Lesen :D
Martin
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Moooni » Di 23. Okt 2012, 18:36

Hallo Martin,
Kompliment - du bist ganz schon mutig, all diese Dinge von dir preiszugeben! Ich bin sehr froh, dass es dir gelungen ist von deinen alten Gewohnheiten loszukommen :P !
Ich denke, du brauchst jetzt einfach viel Geduld und viele liebe Menschen um dich, die dich unterstützen. Deine Situation verwirrt mich etwas, aber ich musste sofort an eine Fastenkur denken. Von Dr. M. O. Bruker gibt es das Buch "Fasten - aber richtig" . Das kann dir vielleicht Entlastung bringen und ist besser, als rumzuprobieren. Vielleicht will dein Körper einfach mal seine" Ruhe" haben und ein paar "Altlasten" loswerden.
Susanne Kehrbusch hat uns im Schlussseminar gesagt, dass der Zellteilungszyklus der Haut 4 Wochen beträgt, und es bis zu 9 Zyklen dauert, bis alles wieder i. o. ist. d. h. es wird in dieser Zeit nach und nach besser. Über die Kopfhaut wird ja viel ausgeschieden und Männer scheiden bis zu 30% mehr aus als Frauen. Die Mitarbeiter vom Lupenrein - Versand (Tel.: 02832 95805) beantworten ihrer Aussage nach auch.
Trotzdem muss ich dich fragen: Verwendest du wirklich das Original-Frischkornrezept, ausschließlich aus frischen Zutaten ?
Ich wünsche dir alles Gute und bleib bitte schön dabei, es kann doch nur besser werden! :thumpup:
Liebe Grüße von
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Martin » Di 23. Okt 2012, 21:35

Hallo Monika,

danke für die kompetente Antwort :D .
Mutig? Ich denke, dass ich ganz normale Probleme aus dem Alltag beschreibe. Ich bin sicher nicht der einzige Mensch, der diese Probleme hat. Ich wage es lediglich auszusprechen. Ich war auch immer sehr dankbar, wenn andere Leute ihre Situation geschildert haben.

Eine Fastenkur. Das wäre mir momentan eine Ecke zu krass. Ich bin schon wahnsinnig schlank und etwas Power würde mir gut tun. Vollkornbrot würde ich daher momentan bevorzugen. Das esse ich sowieso morgens und abends. Habe es mir schon gedacht, dass ich wohl Geduld mitbringen muss. Schließlich hat man das alles in sich reingestopft und jetzt muss der ganze ungesunde Kram auch wieder raus.

Der Frischkornbrei müsste in Ordnung sein. Frisch gemahlendes Getreide, 12 Stunden eingeweicht, Bio-Banane und Bio-Sahne aus dem Bio-Markt (man bekommt ja nur pasteurisierte, wärmebehandelte Sahne, kein Carrageen drin). Zitronendirektsaft habe ich nur am Anfang genutzt, den habe ich zuletzt weggelassen. Ebenso habe ich den Honig in letzter Zeit gestrichen.

Von den bisherigen Erfolgen bin ich auch begeistert. Ist für mich ärgerlich, dass ich den Ausschlag nicht auf dem Rücken bekommen habe.
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Joachim » Di 23. Okt 2012, 22:40

Hallo Martin,

Vielen Dank, dass du deine Geschichte und Erfahrungen so ausführlich geschildert hast, das macht in der Tat nicht jeder. :)

Ich wollte zu dem gesagten noch anmerken, dass es kurz nach der Ernährungsumstellung gar nicht mal so selten zu solchen Effekten kommt. Gerade die Haut ist dabei häufig beteiligt. Der Grund liegt in den Stoffwechselzwischenprodukten und Schadstoffen, die sich durch die bisherige Ernährung und die dadurch verursachten Stoffwechselstörungen angesammelt haben. Wenn die Stoffwechselprozesse durch die Umstellung wieder beginnen, richtig zu funktionieren, kann es passieren, dass diese Zwischenprodukte und Schadstoffe plötzlich in größeren Mengen mobilisiert und ausgeschieden werden. Und da die Haut und besonders auch die Kopfhaut auch ein Ausscheidungsorgan ist, macht sich das häufig gerade in Hautproblemen bemerkbar. Das Frischkorngericht ist aufgrund des Vitamin B Überschusses ein wichtiger Teil der Ernährungsumstellung. Es könnte daher gut sein, dass gerade das Frischkorngericht nach der Umstellung erst einmal zu einer symptomatischen Verschlechterung von Hautproblemen führt und das Weglassen die Symptomatik verbessert. Der Effekt ist aber nur temporär und sollte nach einiger Zeit wieder verschwinden.

Man kennt das in der ärztlichen Praxis bspw. auch bei der Gicht, die ja auch eine ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit ist. Stellt man dort die Ernährung um, dann kann es auch zu spontanen heftigen Gichtanfällen kommen, weil durch die nun wieder besser funktionierenden Stoffwechselvorgänge, die angesammelte Harnsäure mobilisiert und ausgeschieden wird. Deshalb muß der Arzt bei der (korrekten) Ernährungsbehandlung der Gicht häufig sogar erst einmal symptomatisch mit Medikamenten unterstützen.
Liebe Grüße,

...Joachim

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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Martin » Mi 24. Okt 2012, 10:38

Hallo Joachim,

von dir habe ich schon viele lesenswerte Texte gelesen. Wie ich das mitbekommen habe, bist du Ansprechpartner Nr. 1 für viele Themen :)
Danke schon mal dafür!

Das war auch meine Theorie, dass nun viel viel Gift ausgeschieden wird. Dann kann ich nur hoffen, dass ich nicht zu lange von diesem Nebeneffekt heimgesucht werde. Es ist auf jeden Fall verdammt interessant zu wissen, wie sensibel doch unser Organismus arbeitet und was eine Umstellung in kurzer Zeit bewirken kann.

Ich werde das weiter beobachten und den Frischkornbrei wieder in meinen Ernährungsplan einbauen. Dann werde ich mich dem neuen Thema (Gewicht) zuwenden und es in Kürze veröffentlichen.
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Waldmeister » Mi 24. Okt 2012, 11:31

Hallo und herzlich willkommen.

Für mich stellt sich an sich noch die Frage, ob Du vorher auch schon rohes Obst gegessen hast. Ich würde beim Wiedereinführen vielleicht erst mal die Bestandteile stückweise wieder mit rein nehmen- vielleicht auch erst mal nur das eingeweichte Getreide ohne die anderen Zutaten- schmeckt vielleicht nicht so dolle, aber Du könntest so zumindest herausfinden, ob es ggf. am Getreide lag. Eventuell dann auch mal das Getreide wechseln (vielleicht spielt Gluten auch ne Rolle?). Was hast Du denn da bisher genommen?

Insgesamt kannst Du ja noch die Ausscheidung über die Haut fördern, durch Bürstenmassage, Sauna, Kneipp, Sport...

Was bist Du ansonsten so für ein Typ Mensch? Hast Du viel Stress bzw. wie stressig ist das Thema Ernährung gerade für Dich? Hast Du Ausgleich? Ich selbst bin auch so ein Asthma/Allergietyp und reagiere deutlich auf Stress mit Problemen an Haut/Schleimhaut. Ich muss immer gucken, dass ich mir auch was Gutes tue und nicht nur am Machen bin. Ich hatte mal eine periorale Dermatitis, das klingt so ähnlich wie bei Dir, war aber nur um den Mundbereich herum. Das kriegen wohl auch nur bestimmte Persönlichkeiten/Charaktere, fand ich ganz spannend zu lesen.

Wünsch Dir alles Gute!
Liebe Grüße vom Waldmeister

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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon JoLi » Mi 24. Okt 2012, 20:42

Hallo Martin!

Die Beschreibung von Deinem Gesicht (rot, heiß, brennend etc.) klingt eher nach Rosacea, die Schuppung tritt oft beim Abheilen auf. Neurodermitis juckt, Rosacea brennt. Ich habe leider beides...
Rosaceaschübe treten oft bei Klimaumstellungen auf, d.h. im Frühjahr und Herbst. Einen Zusamenhang mit der Nahrung habe ich leider noch nicht entdeckt.
Viele Grüße und Gottes Segen

JoLi
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon tigermilk » Do 25. Okt 2012, 10:51

JoLi, was machst du denn gegen die Rosacea, gibt es da was hilfreiches? Mein Freund hat das auch und ab und an ist es schon recht heftig, derzeit auch gerade wieder.
Lieben Gruß,
Julia
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon JoLi » Do 25. Okt 2012, 16:31

Metronidazol drauf schmieren, aber ich bin mir gar nicht so sicher, ob die wirklich hilft oder ob der Schub von selbst verschwindet. Und Kühlen mit nem kalten Waschlappen. Mehr weiß ich auch nicht.
Ich hatte übrigens zwischendurch 2 Jahre Ruhe, dachte schon, es wäre ganz weg. Man sagt ja, körperliche Probleme, die mit der 1. Schwangerschaft kommen, gehen mit der 2. wieder, wäre schön gewesen...
Viele Grüße und Gottes Segen

JoLi
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon tigermilk » Do 25. Okt 2012, 17:22

Ah siehste, bei der Salbe ist sich mein Freund auch nie sicher, ob sie überhaupt was bringt, mittlerweile ist sie alle und er war nicht motiviert, sich neue zu holen. Verbesserungen durch ne Schwangerschaft kann er ja leider ausschließen. :mrgreen: Er macht übrigens immer so Auflagen mit Aufguss aus Stiefmütterchenkraut, das entspannt die Haut zumindest ein bisschen.
Lieben Gruß,
Julia
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Martin » Do 25. Okt 2012, 17:36

Wow, hier bekommt man ja viele und auch ausführliche Antworten. Meine Antworten können auch schon mal was dauern, ich möchte in aller Ruhe darauf eingehen.

@Waldmeister

Vorher habe ich ganz wenig rohes Obst gegessen. Mittags gab es häufig gekochtes Gemüse, aber frisches Obst eher selten. Ich habe eigentlich festgestellt, dass ich mit dem Obst und Gemüse sehr gut zurechtkomme, da ich diese seit dem Absetzen des Frischkornbreis einwandfrei vertrage. Es muss wirklich am frischen Getreide liegen. Ich werde mir aber mal den Spaß machen und das Getreide pur essen und dann schauen! Gluten, ich denke eher nicht. Vollkornbrot vertrage ich.

Die Tipps zur besseren Durchblutung sollte ich in der Tat mal umsetzen. Ich habe momentan so viele Projekte, puh^^

Was ich eingenommen habe, worauf bezieht sich das? Ich will ja keine Schleichwerbung machen. Vielleicht bezieht sich das auch auf etwas anderes als die Vitaminkapseln?

Ich würde schon sagen, dass ich stressempfindlich bin. Ich fühle mich dann auch immer verantwortlich direkt alles zu erledigen und mache mir selber Druck. Die Ernährung und das selbstständige Kochen nimmt Zeit in Anspruch, aber bis auf den Faktor Zeit stört mich das nicht sonderlich. Ausgleich habe ich leider momentan kaum, ich gönne mir wenige Pausen. Würde schon sagen, dass ich innerlich eher introvertiert bin oder ticke, auch wenn ich äußerlich anders auftrete. Mit Asthma habe ich wenig Erfahrung, da ich es zwar seit 10 Jahren habe, aber nur für 2-3 Monate gespürt habe. Mittlerweile habe ich mein Asthma ja wieder total im Griff. VWK sei dank.
Mir wurde von Ärzten mehrmals gesagt, dass ich der Typ bin, der sich vieles zu Herzen nimmt. Das würde die Krankheiten wohl begünstigen. In Sachen Hautproblemen kenne ich eigentlich nur Pickel, die aber nicht eitrig sind. Meine Kräuterfee hat gesagt, die Pickel kämen vom Stress.

Wünsche dir auch alles Gute!

@JoLi

Okay. Das könnte auch sein. Pickel habe ich allerdings nicht im Gesicht. Aber das scheint dabei nicht immer aufzutreten. Gebrannt hat mein Gesicht nur die ersten zehn Tage, danach war es "nur" noch rot und ich habe davon wenig gemerkt. Wenn überhaupt hat es ganz leicht gebrannt, also nicht störend! Ich habe damit keinerlei Erfahrung, da ich meine Nahrung erst seit zwei Monaten umgestellt habe. Vorher hatte ich nie derartige Ausschläge.

Ich habe mir Heilerede aufgetragen als Maske. Das fand ich eigentlich ganz hilfreich. Aber die Rötungen bekommt man damit auch nicht ganz weg. Kurz danach wird es sogar schlimmer. Aber das bessert sich dann wieder.
Martin
 
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Waldmeister » Do 25. Okt 2012, 19:03

Martin hat geschrieben:Was ich eingenommen habe, worauf bezieht sich das?


Hallo, ich meinte dann quasi Werbung für Getreide :D Welches Getreide hast Du für den FKB genommen? Da könntest Du ja noch mal wechseln...
Liebe Grüße vom Waldmeister

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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Jacqueline » Fr 26. Okt 2012, 07:06

Hallo Martin

Ich bin aufgrund einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn) zur Vollwertkost gelangt. Anfänglich hatte ich auch ganz schlimme Hautausschläge und auch nur im Gesicht. Das hat sich aber nach ca. 6 Monaten dann vollständig gelegt und meine Haut ist nun tip top. :D
Vielleicht sollte ich dazu noch sagen, dass ich als Kind starke Neurodermitis hatte und als diese weg war, kam der Morbus Crohn...und jetzt habe ich beides nicht mehr! :thumpup:

So denke ich, hatte mein Körper nach der Ernährungsumstellung alles schlechte raushaben wollen. :lol:

Zudem habe ich den Honig nach ein paar Monaten dann gemieden, da ich mir bis heute nicht ganz sicher bin, ob ich diesen gut vertrage. Jetzt nehme ich schon Honig, aber nur gelegentlich, wenn ich zum Beispiel Guetzli backe. Für den FKB gar nie.

Bei Dir könnte ich mir vorstellen, dass es auch noch etwas mit der Kosmetik, bzw. plötzlich fehlenden Kosmetikartikeln zu tun haben könnte. Der Körper gewöhnt sich ja richtiggehend und schnell an Salben, Duschmittel etc. Wenn er diese von einem Tag auf den anderen nicht mehr bekommt, wird die Haut auch ganz trocken und muss erst wieder selber lernen Fett zu produzieren. (So habe ich das vom Schlussseminar in Erinnerung...) :?:

Bei mir persönlich stelle ich fest, wie mehr "fetthaltige" Lebensmittel, wie z. B. Sahne ich konsumiere, desto schneller fettiger sind meine Haare.

Herbstliche Grüsse aus der Schweiz! :D
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Martin » So 28. Okt 2012, 16:02

@Waldmeister

Gut, dass ich gefragt habe. Ich habe eine Sechskornmischung in meinen FKB getan :D
Wechseln könnte demnach schwer werden :wink:

@Jacqueline

Oh, das freut mich, dass du es nun überstanden hast! Sechs Monate, das ist mal eine Ansage! Hoffentlich geht es bei mir etwas schneller. Also könnte ich im schlimmsten Fall von weiteren vier Monaten ausgehen.
In Sachen Darmerkrankung ist eine Fruktoseintoleranz meiner Meinung nach nicht mit Morbus Crohn zu vergleichen. Aber ich kenne mich damit nicht so genau aus. Mein Internist hat Morbus Crohn damals als schlimmste Darmerkrankung bezeichnet. Das ist ja toll, dass du nun alles drei los bist :D

Wie so oft, kommen viele Faktoren infrage. Bei mir wurde von heute auf morgen alles umgekrempelt. Die Kopfhautprobleme hatte ich aber bereits mit konventionellen Kosmetikprodukten. Im Grunde habe ich bis auf die üblichen Shampoos und Seifen relativ wenig an meine Haut gelassen. Haargel war natürlich sehr verbreitet.

Den Sahnekonsum habe ich auch wieder zurückgefahren. Honig nehme ich auch eher selten. Dann wollen wir mal schauen, wie es bei mir weitergeht. Die Erfolge finde ich schon sehr beachtlich.


Viele Grüße in die Schweiz!
Martin
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Re: Heftige Hautprobleme im Gesicht nach Umstellung auf VWK

Beitragvon Jacqueline » Di 30. Okt 2012, 19:31

Guete Obig Martin

Ja, sechs Monate gings ja in etwa bei mir, aber das ist ja individuell. Aber ich kann Dir auf jeden Fall nachfühlen, dass jeder Tag mit den Ausschlägen schrecklich ist... aber zum Glück gehts irgendwann vorbei. :wink:

Wie Du ja selbst bereits bemerkt hast, der Weg lohnt sich auf jeden Fall.

Liebe Grüsse
Jacqueline
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