Was bedeutet "Tiereiweißfrei"?

Hier hinein gehören tiereiweißfreie Rezepte. Diese Rezepte verzichten zusätzlich auf die folgenden Produkte: Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Quark, Joghurt, Milch.

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Was bedeutet "Tiereiweißfrei"?

Beitragvon Joachim » Do 7. Jul 2011, 14:44

Tiereiweißfrei im Sinne der Vollwerternährung nach Dr. Bruker bedeutet nicht, daß keinerlei tierisches Eiweiß mehr enthalten ist, sondern nur, daß die Mengen, die letztendlich verzehrt werden, so gering sind, daß sie als tiereiweißfrei angesehen werden können.

Butter und Sahne sind nicht frei von tierischem Eiweiß. Sie enthalten durchaus geringe Mengen tierisches Eiweiß, wobei man zusätzlich berücksichtigen muß, daß diese Produkte auch nur in geringen Mengen verwendet bzw. verzehrt werden. Dabei gilt bei allen Milchprodukten: Je höher der Fettanteil, umso kleiner der Eiweißanteil und umgekehrt.

Exemplarisch sei das mal hier an einem Beispiel gezeigt: In einem Rezept für einen Kuchen werden 200g Butter verwendet. Butter hat einen Eiweißanteil von 0,4%, macht 0,7g Eiweiß. Diese Butter verteilt sich nun gleichmäßig auf den ganzen Kuchen, der in geschätzte 12 Stücke geschnitten wird. Pro Stück Kuchen kommen wir daher lediglich auf die geringe Menge von 60mg Eiweiß (0,06g) - eine Menge, die in der Praxis überhaupt keine Rolle mehr spielt.

Bei vielen Krankheiten muß neben dem Verzehr möglichst naturbelassener Lebensmittel zwar das tierisches Eiweiß gemieden werden (bspw. Allergien, Ekzeme, Infektanfälligkeit, entzündliche Erkrankungen, u.a.) aber in der ärztlichen Praxis hat sich immer wieder gezeigt, daß derart geringe Mengen tierisches Eiweiß keinen nachteiligen Einfluß auf Erkrankung, Symptomatik oder Heilung haben.

Das gilt natürlich nur, wenn man solche Backwerke in normalen Mengen verzehrt. Wer sich einen halben Schmandkuchen (3,5% Eiweißanteil) auf einmal einverleibt, der kommt natürlich deutlich schneller in Bereiche, in denen das tierische Eiweiß nachteilig wirkt. Aber wer macht das schon?

Natürlich könnte man sich auch völlig tierieiweißfrei ernähren. Das hätte aus gesundheitlicher Sicht allerdings keinen Vorteil und man müßte sich deutlich mehr einschränken, als nötig. Wer das - vielleicht aus ethischen Gründen - machen möchte, kann das natürlich tun.
Liebe Grüße,

...Joachim

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Re: Was bedeutet "Tiereiweißfrei"?

Beitragvon Moogli » Di 10. Mär 2015, 10:28

Hallo Zusammen,

empfehlt ihr bei Allergien....... auch den Honig wegzulassen???
Liebe Grüße
Christian

Gib dem Körper die richtigen Lebensmittel und er wird genau das Richtige damit tun
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Re: Was bedeutet "Tiereiweißfrei"?

Beitragvon Joachim » Di 10. Mär 2015, 12:17

Hallo Christian,

Von welchen Mengen Honig reden wir denn?

Wenn er im Sinne eines Gewürzes verwendet wird, ist er bei Allergien eigentlich unproblematisch (falls er nicht gerade die Allergene liefert). Wenn man allerdings Honig in größeren Mengen verzehrt, kann er durchaus zum Problem werden, denn auch wenn er einiges an Vitalstoffen enthält - er ist immer auch ein konzentriertes Kohlenhydrat und erzeugt zwangsläufig bei größeren Mengen auch einen relativen Mangel an B-Vitaminen.

Im Grunde kann man den Honig so wie die tiereiweißfreie Ernährung sehen: In kleinen Mengen unkritisch, in größeren problematisch. Dabei ist immer relevant, was im Körper letztendlich ankommt. Wenn sich der Honig auf einen großen Kuchen verteilt und man nur ein Stück verzehrt, kommt relativ wenig im Organismus an - wie bei tierischen Eiweiß im vorangehenen Beitrag.
Liebe Grüße,

...Joachim

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Re: Was bedeutet "Tiereiweißfrei"?

Beitragvon Moogli » Mi 11. Mär 2015, 12:27

Vielen Dank für deine schnelle Antwort. :D
Liebe Grüße
Christian

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Re: Was bedeutet "Tiereiweißfrei"?

Beitragvon moriko » Mi 27. Jan 2016, 13:38

Hallo!

Ich habe noch eine Frage bezüglich dem Honig. Ich nehme täglich morgens mit 1 EL Apfelessig und einem Glas Wasser, 1 TL Manuka Honig MGO 550 ein.
Kann man das noch "ertragen" oder ist das schon eine zu hohe Menge? Dazu esse ich noch einen Frischkornbrei (ohne Nüsse) mit 1er gepressten kleinen Blutorange und 1-2 Tassen ungesüßten Kräutertee.
Ich nehme den Honig vor allem wegen den entzüdungshemmenden Eigenschaften.
Ansonsten ess ich kaum Süßes, manchmal eine Banane oder einen Apfel oder eine Pomelo, wenn es die gibt (aber nicht jeden Tag). Ich bin eher der Gemüse- und Kräuterfan.
Ach ja und das Obst ess ich nur immer als Zutat für einen green Smothie oder Frischkornshake, ganz selten pur.

Schöne Grüße
moriko
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