Brukers Weg zum Idealgewicht

Alles rund um den Einstieg in die Vollwerternährung. Was soll ich kaufen, woher bekomme ich eine Mühle, was sagt meine Familie?

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Re: Brukers Weg zum Idealgewicht

Beitragvon mare » Mi 1. Feb 2017, 15:33

hallo leute
ich hab da mal noch eine andere frage
kann es tatsächlich sein, dass ich spüre, das ich abnehme?
ich meine es zu spüren oder bilde ich mir das nur ein?
heute ist mein 24. tag nur frisch kost und die erste drei kilo sind ja nur wasser
hab ich mir gemerkt, nun muss es doch mal losgehn mit dem fettverbrennen oder?
wer kennt sich da aus?

der sport läuft auch ganz gut, zumindest mache ich sehr viel mehr als früher
wieviel sport macht ihr?
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Re: Brukers Weg zum Idealgewicht

Beitragvon Schlingeling » So 18. Mär 2018, 20:36

Hallo...

@mare
Wie läuft es denn so mit dem Abnehmen? Ich würde auch so gerne, aber ich habe ständig Hunger und das mit der Rohkost ist irgendwie auch etwas komisch. Ich esse, wenn Gemüse oder Obst irgendwie immer dasselbe. Das hängt einem doch sicher früher oder später zum Hals raus. Zwischendrin dieser Süßhunger oder eben das Bedürfnis, sich trotz satt sein noch etwas in den Mund schieben zu wollen/müssen.

Naja, ich esse halt auch noch nicht vollwertig. Irgendwie ist man essenstechnisch wohl auch verwöhnt und denkt man braucht die Wahnsinnsabwechslung und vor allem super duper...

Weiß auch noch nicht... Aber ich hatte mich eben auch gefragt, ob man mit vollwertiger Kochkost abnehmen kann. So viel Rohkost ist mir grad für den Anfang auch etwas zu viel.

Sich zusammenreißen geht ja vielleicht auch eine Zeit lang. Aber irgendwann kommt es dann 3fach wieder zurück und man will alles nachholen. Möchte aber unbedingt abnehmen...Am liebsten auch noch ohne Fettschürze.
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Re: Brukers Weg zum Idealgewicht

Beitragvon Schnelle Ella » Mi 28. Mär 2018, 17:10

Ich weiss ja nicht, ob es stimmt, aber ich hab mal gehört, dass der Körper bei Hunger schnell auf "Sparmodus" umschaltet, was den allseits "geliebten" Jojo-Effekt auslöst. Im Selbsttest habe ich definitiv festgestellt, dass z.B. ein Vollkornbrot viel schneller satt macht als Toastbrot und dieses Gefühl auch länger hält. Bin zwar auch kein Top-Modell deswegen, aber will ich auch nicht sein. Auf Dauer hilft vermutlich wirklich nur, die Ernährung umzustellen und vor allem die Kalorien wieder zu verbrauchen - im Sinne von Bewegung oder Sport. Hört sich voll vernünftig an und ich bin sicher kein Mensch, der sich nicht auch mal gern Schokolade oder was richtig schön fettiges gönnt.. also Fazit: Wenn sündigen, dann muss man das voll geniessen und kein schlechtes Gewissen haben - und wenn man paar Kilo mehr hat, dazu stehen! Die Superschlanken sind sicher auch nicht glücklicher! Sex zähle ich übrigens auch zum Sport :D

In diesem Sinne: Viel Spass beim Abnehmen!!
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Re: Brukers Weg zum Idealgewicht

Beitragvon Joachim » Mi 28. Mär 2018, 22:53

Hallo Ella,

Ich weiss ja nicht, ob es stimmt, aber ich hab mal gehört, dass der Körper bei Hunger schnell auf "Sparmodus" umschaltet, was den allseits "geliebten" Jojo-Effekt auslöst.


Man hört auch von Spinnen in der Yucca-Palme. ;) Tatsächlich wundert es mich, warum den Leuten nicht auffällt, wie unsinnig diese Erklärung ist, denn anders ausgedrückt bedeutet diese Erklärung des Jojo-Effekts ja nichts anderes, als dass der Körper unter einem Mangel leidet und den Mangel zusätzlich noch verschlimmert, um einem späteren noch größeren Mangel vorzubeugen.

Das Problem ist, dass das die einzige Erklärung ist, mit der sich der Jojo-Effekt mit der Kalorienlehre vereinbaren lässt. Die ebenfalls falsch ist. Aber die Kalorienlehre ist ein Dogma, eine Religion und wir das bei Religionen so ist - man akzeptiert die hahnebüchensten Erklärungen, nur um sein Glaubenssystem nicht in Frage stellen zu müssen.

Im Selbsttest habe ich definitiv festgestellt, dass z.B. ein Vollkornbrot viel schneller satt macht als Toastbrot und dieses Gefühl auch länger hält.


Natürlich. Das Toastbrot liefert praktisch nur Kohlenhydrate, aber nicht die Vitalstoffe, die nötig sind, um sie verarbeiten zu können. Es entsteht ein relativer Mangel und den versucht der Organismus zu beheben, indem er frühzeitig wieder Hunger auslöst. Das Vollkornbrot liefert die Stoffe mit, daher passiert das dort nicht.

Auf Dauer hilft vermutlich wirklich nur, die Ernährung umzustellen und vor allem die Kalorien wieder zu verbrauchen - im Sinne von Bewegung oder Sport. Hört sich voll vernünftig an


Meist sind die Dinge, die sich am vernünftigsten anhören, bei näherem Hinsehen der größte Käse. ;) So auch hier.

Der menschliche Organismus kann keine Kalorien verbrauchen. Kalorien interessieren ihn überhaupt nicht, er arbeitet nicht damit und kann es auch gar nicht, weil Kalorien nichts sind, was verarbeitet werden kann. Kalorien ist eine Maßeinheit für Energie. Eine Maßeinheit. So wie Celsius und damit arbeitet unser Organismus auch nicht. Kalorien misst man, indem man Nahrung verbrennt - so richtig mit Feuer - und dann ermittelt, um wieviel wärmer man damit eine bestimmte Menge Wasser machen kann.

Damals, in der Steinzeit der Ernährungsforschung, dachte man noch, im Körper passiert das auch irgendwie und deshalb wurden die Kalorien als Maßstab für den Energiegehalt der Nahrung verwendet. Spätestens mit Entdeckung der Vitamine war klar, dass das so nicht funktioniert. Denn nun wußte man, dass die Nahrung nicht verbrannt wird, sondern durch biochemische Prozesse in ihre Bestandteile zerlegt und umgewandelt wird. Nirgendwo im Organismus findet man Kalorien. Der zentrale Energieträger der Zelle ist ein Stoff namens ATP, die Energie ist chemisch gespeichert und wird ebenso wieder freigesetzt. Es gibt keine Verbrennung.

Nun kann man natürlich auch den Energieverbrauch des Organismus messen und dummerweise auch in Kalorien ausdrücken. Was die Kaloriengläubigen zu dem simplen Ansatz bringt: Was man reinsteckt und nicht verbraucht wird, wird zu Fett. Also muss man weniger reinstecken, als gebraucht wird, dann nimmt man ab. Das ist leider gleichzeitig richtig und völlig falsch. Ich erkläre gleich warum.

In der Kalorienreligion sind nur die Kalorien wichtig und nur die Energiebilanz bestimmt, ob man zu- oder abnimmt. Dabei werden zwei Dinge völlig ignoriert: Zum einen, dass jeder Übergewichtige früher essen konnte, soviel er wollte, ohne zuzunehmen. Erst ab einem bestimmten Zeitpunkt begann er plötzlich zuzunehmen. Das wird dann gerne mit Vermutungen wie "Ja, früher hat man sich mehr bewegt" erklärt. Dummerweise nimmt der Betroffene aber auch nicht ab, wenn er sich wieder mehr bewegt. Hier stimmt also etwas nicht. Und natürlich sind die Kalorien bedeutungslos, was man sehr schnell merkt, wenn man mal versucht sich, von Holzpellets zu ernähren. Die haben rund 400kcal / 100g und trotzdem wird davon niemand auch nur ein Gramm zunehmen.

Aber zurück zu den zentralen Dogmen der Kalorienreligion: Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, der nimmt zu.
Das ist falsch, denn Übergewicht ist eine erworbene chronische Krankheit, wie wir eben gesehen haben. Sie entsteht, weil der Organismus aufgrund von Stoffwechselstörungen die Nahrung nicht mehr richtig verarbeiten kann. Die Stoffwechselstörungen wiederum sind Folge einer jahrzehntelangen Fehlernährung mit stark verarbeiteten und dadurch vitalstoffarmen Nahrungsmitteln. Übergewicht ist also tatsächlich eine Mangelkrankheit.

Wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als verbraucht, nimmt ab. Auch das ist medizinisch gesehen falsch. Denn was da passiert ist, dass der Organismus aufgrund des aufgezwungenen Energiemangels Körpersubstanz abbauen muss. Das nennt man Auszehrung oder auch Kachexie. Zwangsläufig sinkt dabei auch das Körpergewicht und deshalb denkt man, dass wäre eine sinnvolle Methode, um ein Übergewicht zu behandeln. Aber nur, weil die Methode zu einem Gewichtsverlust führt, muss sie nicht sinnvoll sein. Auch eine Amputation führt zu einem Gewichtsverlust und die ist ebensowenig sinnvoll.

Das wirklich hinterhältige ist nun, dass es erst einmal so aussieht, als würde eine Kalorienreduktion funktionieren, denn das Gewicht sinkt ja. Gleichzeitig verschlimmert man damit aber auch den Mangel an Vitalstoffen der das Übergewicht eigentlich verursacht. Das merkt man nur nicht, weil die Energiebereitstellung durch Abbau von Körpersubstanz natürlich Priorität hat. Sie kaschiert die im verborgenen immer schlimmer werdenden Stoffwechselstörungen. Sobald man nun die Diät beendet (und das muss man, denn auf Dauer kann man den Organismus nicht die nötige Energie vorenthalten), wirkt sich der ruinierte Stoffwechsel aus: Der Organismus kommt nun noch schlechter mit der Nahrung zurecht und nimmt rasant wieder zur. Und das ist die tatsächliche Erklärung für den Jojo-Effekt, keine windige Theorie vom Sparen für Notzeiten.

Fazit: Wenn sündigen, dann muss man das voll geniessen und kein schlechtes Gewissen haben - und wenn man paar Kilo mehr hat, dazu stehen!


Das Problem dabei: Übergewicht ist kein harmloser Makel. Es ist eine echte Krankheit. Eine Stoffwechselkrankheit. Und die Ursache, der Vitalstoffmangel, wirkt sich im gesamten Organismus aus. Im Laufe der Zeit entstehen so aus der gleichen Ursache immer weitere Krankheiten. Und natürlich erhöht jede Diät auch das Risiko für diese Krankheiten.
Liebe Grüße,

...Joachim

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Re: Brukers Weg zum Idealgewicht

Beitragvon LadyDeath » Fr 13. Apr 2018, 09:58

Danke noch mal für die tolle Erklärung, Joachim. Ich weiß das zwar, trotzdem falle ich auch immer wieder auf die alte Leier rein!

Vor allem der letzte Absatz von dir mit der Stoffwechselkrankheit ist einfach wieder genial. Ist das dann immer nur der relative Vitalstoffmangel oder ein genereller. Vielleicht bei einigen sogar beides?
Es geht nicht ums tägliche Mehr, sondern ums tägliche Weniger. Trenne Dich von allem Überflüssigen.
—Bruce Lee
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Re: Brukers Weg zum Idealgewicht

Beitragvon mare » Do 7. Jun 2018, 16:38

ist einiges vorgefallen bei mir
und ich hatte eine normal essen phase
die ich jetzt endlcih durchbreche
seit zwei tagen nur frisch und
ich fühl mich gleich wieder tausendmal besser

ich versuche es durchzuhalten und danach auch
vegan zu bleiben, ohne die komischen ersatzstoffe
ausser beim backen, nehm ich dann butter und sahne
und schaue danach das es biologisch hergestellt wurde


ich lebe seit einiger zeit soviel bewusster
das ist schon fast erschreckend, da ich der meinung bin
einiges erkannt zu haben und mich nicht mehr rumschubsen
lassen muss, kann ich viel selbst bestimmter leben

seit september wohne ich in der nähe von einem wald und
bin dort auch oft und das tut so gut

es ist wichtig soviel natur, so natürlich es geht eben
zu leben und in sich aufzunehmen!

essen, spazieren etc; alles macht was aus
das vergessen wir nur so oft im alltag
wenn wir and erkasse stehen und alles ist voll
und viele sind gestresst, ja dann überträgt sich das!
wir bekommen es oft nur unterbewusst mit
und müssen es irgendwann bearbeiten...

naja nun scheint vieles gut zu sein und ich fühle mich wohl hier
und es wird weiter gehen so wie immer

freu mich auf irgendwelche antworten
alles gute euch allen

tschaka du schaffst es
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Re: Brukers Weg zum Idealgewicht

Beitragvon laetice » Mo 25. Jun 2018, 11:15

ich persönlcih habe festgestellt, dass durch längere essenspausen und v.a. ein früheres abendessen sehr wohl ein abnehmeffekt (der gar nicht beabsichtigt war, hatte nur das intervallfasten mal ausprobiert) erzielt wird und meine mich zu erinnern, dass bruker selbst nie gefrühstückt hat - also ein intervallfaster :D
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