Ernährungsumstellung Vollwertkost

Alles rund um den Einstieg in die Vollwerternährung. Was soll ich kaufen, woher bekomme ich eine Mühle, was sagt meine Familie?

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Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Stubsnäschen » Mi 10. Aug 2016, 09:58

Hallo,

gerne möchte ich meine Ernährung umstellen. Allerdings habe ich Zöliakie und weiss nicht so Recht, wie ich das anstellen soll? Frischkornbrei ist ja auch so eine Sache. Habt ihr da Tipps für mich :) ?

Auch mit dem Mehl mahlen. Glutenfreie Körner haben ja kein Klebereiweiß. Meine Brotbackkünste sind nicht gerade ideal ;) . Dennoch eine teure Getreidemühle holen?

Lg
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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon potato » Mi 10. Aug 2016, 11:24

Hallo Stubsnäschen,

es gibt auch tolle Frühstücksrezepte mit glutenfreien Sachen wie Hirse oder Buchweizen. Ich habe jetzt die Suche noch nicht bemüht, aber vielleicht gab es hier schon mal was dazu (?)
Was ich schon mal hatte war Hirse mit Erdbeeren, soweit ich mich erinnere. Hatte auch schon mal einen Frühstückssalat mit Buchweizen. Mandeln oder Braunhirse, Quinoa oder Amaranth gehen ja auch. Lecker stelle ich mir auch die Cashew"sahne" für dich vor oder die selbstgemachte Sesam"milch".

Es gibt sogar fertige (nicht erste Wahl, ich weiß) glutenfreie Haferflocken zu kaufen. Für den Anfang wäre das schon okay (finde ich) :roll:

Wenn du nur für dich alleine den FKB zubereiten möchtest tut es ein normaler Blender. Allerdings wäre fürs Brotbacken dann eher einen Mühle besser. Es gibt recht günstige kleinere Mühlen (auch für die Reise oder Fensterbank). Habe aber gerade keinen blassen Dunst mehr wo ich die her hatte. Ich habe jedenfalls nur einen Flocker aus echtem Holz mit Handkurbel. Die heißt "Anni" und hat so 80€ (neu) gekostet. Es gibt aber auch erheblich billigere. Zum mahlen nehme ich halt meinen TM31 oder meinen kleinen Blender.

Obst und Gemüse geht uneingeschränkt bei Glutenunverträglichkeit. Da würde ich bei der Frischkost aus den Vollen schöpfen.

Vor allen Dingen gehe es langsam an wenn du noch nicht so der Gemüsefreak bist oder voll auf Süßkram abfährst. Fahre deinen Zuckerkonsum langsam runter und baue immer mehr Frischkost ein.

Mache dich hier mal schlau und kämpfe dich etwas durch. Hier kannst du wahre Schätze heben :thumpup:
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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Joachim » Mi 10. Aug 2016, 13:29

Hallo Stubsnäschen,

Herzlich willkommen! :)

gerne möchte ich meine Ernährung umstellen. Allerdings habe ich Zöliakie und weiss nicht so Recht, wie ich das anstellen soll?


Ich muss erst einmal etwas für alle Leser vorausschicken: Die Zöliakie ist keine Bagatellkrankheit, die Therapie gehört in die Hände eines erfahrenen Arztes, der sich mit den eigentlichen Krankheitsursachen auskennt. Unter Umständen muss nämlich neben der ursächlichen Heilbehandlung eine symptomatische Linderungsbehandlung mittel Homöpathie oder Allopathie erfolgen. Mit dem Arzt sollten dann auch Veränderungen der Ernährung abgesprochen werden.

Die Zöliakie ist eine ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit, die Ursachen liegen im langjährigen Verzehr stark verarbeiteter Nahrungsmittel. Dein Entschluss, auf eine Vollwerternährung umzustellen, ist daher eine sehr gute Idee, denn dadurch stellst du die eigentlichen Ursachen der Krankheit ab. Das Gluten ist bei der Zöliakie lediglich Auslöser der Symptomatik, hat aber mit der eigentlichen Ursache nichts zu tun. Im Grunde ist die Zöliakie mit der Allergie vergleichbar, bei der ja die Pollen auch nicht Ursache der Krankheit sind, sondern nur der Auslöser der Beschwerden. Man kann die Zöliakie im wesentlichen tatsächlich als eine Art "innere Allergie" ansehen (auch wenn der Darm streng genommen ja eigentlich "außen" ist und sich das Geschehen so gesehen auf der Körperoberfläche abspielt.) Wie bei der Allergie spielt auch bei der Zöliakie das Immunsystem eine wesentliche Rolle, weshalb eine ursächliche Heilbehandlung neben dem konsequenten Abstellen der Ernährungsfehler immer auch konsequente Meiden des tierischen Eiweißes beinhaltet.

Da das Gluten auch bei konsequenter Umstellung zunächst weiter Beschwerden verursacht, muss es zunächst meist weiter gemieden werden.
Liebe Grüße,

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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Katjacorgi » Mi 10. Aug 2016, 21:39

...der Darm außen ist? Warum?
Liebe Grüße Katja

„Sobald jemand in einer Sache Meister geworden ist, sollte er in einer neuen Sache Schüler werden.“
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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Stubsnäschen » Do 11. Aug 2016, 09:32

Hallo,

danke schon mal für die Tipps :-)
Gemüsefreak bin ich durch und durch. Nur roh esse ich fast immer das gleich: Tomate, Gurke, Paprika und Möhre. Salate in unterschiedlichen Varianten natürlich auch. Hin und wieder mal Champion. An Kohlrabi habe ich mich noch nicht ran getraut. Ich möchte jetzt auch versuchen, einen Tag in der Woche nur mit Frischkost.

Backt hier jeder sein Brot selbst? Hat hier auch jeder seine eigene Getreidemühle?

Joachim, so ganz verstehe ich das leider nicht mit der Zivilationskrankheit. Ich kenne bzw kannte jemand, der eine schwere Zöliakie hatte, sich nicht zu 100% glutenfrei ernährt hat, Dünndarmkrebs bekam und leider verstarb :-( . Wie meintest du das? Auch das, dass der Darm außen ist?

Lg
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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Joachim » Do 11. Aug 2016, 10:44

Hallo Katja,

Katjacorgi hat geschrieben:...der Darm außen ist? Warum?


Weil die Verbindung Mund, Magen, Darm, After eigentlich nur eine offene Röhre durch den Körper ist, auch wenn es oben und unten einen "Verschluss" gibt ;)
die Hautoberfläche setzt sich im Grunde über die Schleimhäute von Mund, Magen, Darm einfach fort und das Innere des Körpers beginnt daher streng genommen erst jenseits der Darmschleimhaut. Das kann man vielleicht wie bei einem Donut sehen, da ist das Loch in der Mitte ja auch "außen".
Liebe Grüße,

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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Joachim » Do 11. Aug 2016, 11:16

Hallo Stubsnäschen,

Gemüsefreak bin ich durch und durch. Nur roh esse ich fast immer das gleich: Tomate, Gurke, Paprika und Möhre.


Da gibt es aber doch noch viel mehr: Alle Kohlarten kann man wunderbar roh essen. Fenchel und Apfel gibt einen leckeren Salat. Aus Sellerie, Möhren und Lauch kann man einen wunderbaren Farmersalat machen. Rote Beete mit Apfel ist auch sehr lecker. Selbst Rosen- und Blumenkohl kann man roh essen.

An Kohlrabi habe ich mich noch nicht ran getraut. Ich möchte jetzt auch versuchen, einen Tag in der Woche nur mit Frischkost.


Kohlrabi schmeckt roh sehr lecker, leicht süßlich. Mach dir doch einfach mal einen leckeren Dip und dazu Gurken, Karotten, Paprika und Kohlrabisticks. Das geht ganz flott und schmeckt sehr lecker.

Backt hier jeder sein Brot selbst? Hat hier auch jeder seine eigene Getreidemühle?


Jeder bestimmt nicht, aber die meisten haben eine Mühle - sie ist einfach die zentrale Grundlage einer gesunden Ernährung, weil Mehl sehr schnell Vitalstoffe verliert. Gekaufte Vollkornmehle sind daher leider genauso schlecht wie Auszugsmehle. Brot selbst backen machen einige, aber bei weitem nicht alle. Viele haben auch einen Bäcker gefunden, der echte Vollkornbrote backt. Echt im Sinne von: Er hat eine Mühle und mahlt das Getreide frisch. Und panscht nicht.

Joachim, so ganz verstehe ich das leider nicht mit der Zivilationskrankheit.


Die ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten haben alle die gleiche Ursache: Den Verzehr stark verarbeiteter Nahrung. Naturbelassene Nahrung enthält alle Nähr und Vitalstoffe, die der Organismus benötigt. Wenn man die Lebensmittel aber nun verarbeitet, dann werden durch Hitze, Licht, Sauerstoff, usw. die Vitalstoffe mehr oder weniger zerstört. Das führt zu einer Mangelsituation, weild er Organismus die Vitalstoffe benötigt, um die Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße) richtig verarbeiten zu können. Die B-Vitamine sind bspw. nötig, damit die Zellen Energie gewinnen können. Da die B-Vitamine aber vor allem in Keim und Randschichten des Getreides enthalten sind und beides bei der Herstellung von Auszugsmehl abgetrennt wird, entsteht zwangsläufig ein Mangel, der dazu führt, dass die Zellen teilweise ihre Funktion nicht mehr richtig erfüllen können. Je nachdem, wo die Zelle ist und welche Aufgabe sie hat, bspw. eine Leberzelle oder eine Zelle, die Enzyme produziert, kommt es zu ganz unterschiedlichen Störungen, die sich dann für uns als Krankheitssymptome bemerkbar machen. Wenn bspw. Zellen des Immunsystems betroffen sind, kann sich das für uns als Allergie oder Zöliakie zeigen. Wenn man diese Krankheiten dann wieder loswerden will, muss man natürlich die eigentliche Ursache - den Vitalstoffmangel - abstellen und das erreicht man mit einer möglichst naturbelassenen Ernährung. Das ist im Idealfall eine reine Frischkost, die Vollwerternährung ist in ihrer "normalen" Form eigentlich zur Prävention gedacht. Wenn Krankheiten schon bestehen, hängt es vom Grad der Schädigung ab, ob eine "normale Vollwertkost" ausreicht, oder ob man den Frischkostanteil erhöhen muss. Da berät dann der entsprechend ausgebildete Arzt. Man kann aber erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass die Chancen umso höher sind, je größer der Frischkostanteil ist.

Ich kenne bzw kannte jemand, der eine schwere Zöliakie hatte, sich nicht zu 100% glutenfrei ernährt hat, Dünndarmkrebs bekam und leider verstarb :-( .


Das eine hat mir dem anderen nur bedingt zu tun. Es ist ein wenig kompliziert, ich muss dazu erst ganz grob einmal erklären, wie Krebs entsteht (-> Trophoblastenthese): Wenn du eine Verletzung hast, es also zu Zellschäden kommt, dann verfügt der Organismus über einen Reparaturmechanismus, der die zerstörten Bereiche neu aufbaut. Das übernehmen u.a. pluripotente Zellen (das sind Zellen, die sich noch in unterschiedliche Zellarten differenzieren können, also grob gesagt Stammzellen). Diese Zellen teilen sich dann sehr schnell und erzeugen neue Blutgefäße und neue differenzierte Zellen für den betroffenen Bereich. Der Organismus kontrolliert dabei diese Zellen und sagt ihnen sinngemäß, wann sie damit aufhören können. Bei Krebs ist dieser Kontrollmechanismus gestört, die Zellen hören also nicht auf, teilen sich immer weiter und so entsteht dann ein Tumor.
Bei der Zöliakie kommt es, wenn man das Gluten nicht meidet, zu Entzündungen der Darmschleimhaut und damit zu Gewebeschäden, die genau diesen Reparaturmechanismus aktivieren. Wenn nun die Voraussetzungen für Krebs gegeben sind (die Ursachen liegen auch hier in der Ernährung, gehen aber etwas über die Naturbelassenheit hinaus), führt die unkontrollierte Heilung des Gewebes zu Tumorbildungen. Das Gluten löst also nur die Symptome der Zöliakie und des Krebses aus, die eigentlichen Ursachen liegen aber im Grunde bei beiden Krankheiten in den gleichen jahrzehntelangen Ernährungsfehlern.

Falls du dich nun über die Erklärung für Krebs wunderst: Ja, das ist nicht die offizielle Lehrmeinung. Aber die offizielle Lehrmeinung hat ja auch noch niemanden vor Kebs geschützt oder von Krebs geheilt...

Ich hoffe, ich konnte es einigermaßen erklären. Wenn etwas unklar ist, frag ruhig nach - dafür ist das Forum da.
Liebe Grüße,

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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon potato » Do 11. Aug 2016, 11:53

Stubsnäschen hat geschrieben:Backt hier jeder sein Brot selbst? Hat hier auch jeder seine eigene Getreidemühle?

:oops: Nö, nicht immer, die Faulheit siegt dann oft doch.

Ich habe einen guten Bio-Vollkornbäcker und ab und zu bestelle ich mir auch Rohkostbrot (Sauerkrautknäcke oder Wildkräuter z.B.)
Im Biomarkt kann man sich das Getreide auch oft frisch selbst mahlen.

Das du Gemüsefreak bist ist ja schon mal super :thumpup:
Ich sage ja, lese dich hier mal durch, da gehen dir echt die Augen über was alles möglich ist. Die Rezepte sind ja gut sortiert oder du gehst über die Suche mit einer bestimmten Zutat z.B. Kohlrabi. Hatte auch keinen Dunst was ich damit machen könnte. Nudeln oder Schnitzelchen wurden vorgeschlagen. Hier bekommst du schnell Hilfe und Antworten, gerade vom Fachmann Joachim :wink:
Noch mal zum Kohl, hast du Angst Blähungen zu bekommen? Dann taste dich langsam vor und würze mit Fenchel/Anis und Kümmel. Ich habe alle drei als ganze Körner in eine Mühle gepackt und frisch vermahlen. Oder ich trinke halt einen Fencheltee.
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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Joachim » Do 11. Aug 2016, 12:26

potato hat geschrieben:Noch mal zum Kohl, hast du Angst Blähungen zu bekommen?


Kohl selbst bläht ja eigentlich nicht. Das passiert, wenn man ihn zu lange im Dressing ziehen läßt. IIRC: Das Dressing enthält Fette und wenn die in den Kohl einziehen, können die Verdauungsenzyme sie im Zwölffingerdarm nicht mehr erreichen. Das gibt dann Party im Dickdarm, wenn die Faserstoffe zerlegt werden und sich die Mikroorganismen über die Fette hermachen... ;)

Das passiert nicht nur bei Kohl, sondern auch in unterschiedlichem Maße bei anderen Lebensmitteln. Empfindliche Personen reagieren da manchmal schon mal auf ein Butterbrot, das nicht gleich gegessen wurde.
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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon potato » Fr 12. Aug 2016, 11:15

Joachim hat geschrieben:
potato hat geschrieben:Noch mal zum Kohl, hast du Angst Blähungen zu bekommen?


Kohl selbst bläht ja eigentlich nicht. Das passiert, wenn man ihn zu lange im Dressing ziehen läßt. IIRC: Das Dressing enthält Fette und wenn die in den Kohl einziehen, können die Verdauungsenzyme sie im Zwölffingerdarm nicht mehr erreichen. Das gibt dann Party im Dickdarm, wenn die Faserstoffe zerlegt werden und sich die Mikroorganismen über die Fette hermachen... ;)

Das passiert nicht nur bei Kohl, sondern auch in unterschiedlichem Maße bei anderen Lebensmitteln. Empfindliche Personen reagieren da manchmal schon mal auf ein Butterbrot, das nicht gleich gegessen wurde.


Interessant. Danke für die Info :mrgreen:
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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Stubsnäschen » Fr 12. Aug 2016, 19:37

Hallo,

danke nochmaö für die Tipps.
Habe mich nach einer Mühle umgesehen für Mehl mahlen um Brot selber backen und um mir diesen Frischkornbrei zu machen. Abet die sind ja alle so teuer :( . 200€ und mehr ist für mich (momentan) sehr viel Geld! Kennt ihr welche unter 200€?

Lg
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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon potato » Sa 13. Aug 2016, 09:35

Hallo,

wie ich oben schrieb, würde es natürlich auch erst einmal ein kleiner Mixer tun wie den Magic Maxx oder so. Die gibt es ja oft bei Netto oder Rossmann für 20€. Wenn es halt eine elektrische Mühle sein soll (wegen größeren Mengen Mehl zum backen) gibt es ja auch Gebrauchte auf amazon oder bei ebay. Getreidemuehlen.de hat eine schöne Auswahl. Die Handbetriebenen sind günstig. Meinen Flocker hatte ich von topemmawelt.de. Aber da sind die elektrischen ja echt teuer :shock:
Na ja, ist ja auch schon Jahre.

Vielleicht hat hier auch Jemand eine an dich zu verkaufen?

Oder du mahlst erst mal nur im Geschäft und sparst :mrgreen:
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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Joachim » Sa 13. Aug 2016, 13:35

Hallo Stubsnäschen,

Habe mich nach einer Mühle umgesehen für Mehl mahlen um Brot selber backen und um mir diesen Frischkornbrei zu machen. Abet die sind ja alle so teuer :( . 200€ und mehr ist für mich (momentan) sehr viel Geld! Kennt ihr welche unter 200€?


Ja, die Jupiter Getreidemühle 2 Stein für 179 Euro. Das ist praktisch ein Motorteil, an das man unterschiedliche Vorsätze anklicken kann, u.a. eben auch die Mühle, die bei diesem Preis schon dabei ist. Alternativ gibt es dann noch jede Menge anderer Dinge wie eine Gemüseraffel, einen Gemüsewolf, einen Flocker, eine Mühle mit Metallmahlwerk, usw.

Hast du vielleicht schon eine Küchenmaschine? Dann kannst du möglicherweise den Mühlenvorsatz der Jupiter dort anschließen, es gibt da etliche Adapter für ganz unterschiedliche Küchenmaschinen. Dann bräuchtest du den Motor nicht.

Generell halte ich das Jupiter System für eine sehr sinnvolle Entscheidung für die Vollwertküche, weil es relativ preiswert, robust und modular ist. Wenn du später mal größere Mengen Getreide mahlen musst, weil die ganze Verwandtschaft dein Brot so lecker findet, kannst du immer noch eine Mühle mit hoher Mahlleistung anschaffen.
Liebe Grüße,

...Joachim

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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Auraja2016 » Sa 13. Aug 2016, 18:05

Lieber Joachim,

kannst du das mit der Ernährung bei Krebs noch mal erklären bitte? Kann es sein das jemand sich nach der Vollwertkost ernährt und trotzdem Krebs bekommt?
Kann man das verhindern?

Liebe Grüße
Auraja
Wenn ich mal nicht gleich antworte, hat das nichts mit Euch zutun. Habe eben leider durch meine berufliche Situation nur am Wochenende oder wenn ich Urlaub habe Internet. Ich lese aber alles gerne von euch! Liebe Grüße eure Auraja
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Re: Ernährungsumstellung Vollwertkost

Beitragvon Joachim » Sa 13. Aug 2016, 21:04

Hallo Auraja,

kannst du das mit der Ernährung bei Krebs noch mal erklären bitte?


Dafür brauche ich normalerweise zwei Stunden und knapp 100 Folien... ;)

Kann es sein das jemand sich nach der Vollwertkost ernährt und trotzdem Krebs bekommt?


Ja. Das ist leider schon öfter vorgekommen und wird wohl auch weiter vorkommen, weil die Vollwerternährung nicht entsprechend ausgelegt ist.

Kann man das verhindern?


Meiner Meinung nach ja, aber meine Meinung deckt sich weder mit der Schulmedizin, noch mit den Ansichten der GGB. ;)

Ich versuche mal meine Erkenntnisse ganz grob zusammenzufassen: Krebs ist eine Vitalstoffmangelkrankheit, analog Skorbut, Pellagra oder BeriBeri. Der Vitalstoff, um den es dabei geht, ist das Vitamin B17. Dieser Stoff, auch Amygdalin genannt und bspw. in Bittermandeln, Leinsaat, Hirse, Kernen von Steinfrüchten und Äpfeln und in Form von Vorstufen (sog. Anthoycyane) in roten und schwarzen Früchten enthalten, ist eine wesentliche Komponente in der Krebsprävention. Eine von mehreren. B17 ist ein sogenanntes cyanogenes Glykosid, ein Molekül, in dem u.a. Cyanid, also Blausäure gebunden ist. Genau das ist der Grund, weshalb diese Lebensmittel entweder nicht mehr in der Ernährung vorkommen oder in einer Form, in der das Cyanid weggezüchtet wurde. Man hat einfach Angst vor einer Vergiftung. Dabei ist Blausäure / Cyanid für unseren Organismus kein unbekannter Stoff, er kann damit bis zu bestimmten Mengen problemlos umgehen und daraus wichtige und gesunderhaltende Stoffe herstellen, bspw. Thiocyanat und vermutlich auch Vitamin B12 (Cyanocobalamin)

Krebs entsteht aus einer Stoffwechselstörung heraus, die den Reparaturmechanismus für Gewebeschäden betrifft. Wenn irgendwo im Organismus Gewebe geschädigt wird, bspw. das Lungengewebe beim Rauchen, das Lebergewebe durch Alkohol, der Darm durch entzündliche Erkrankungen, usw. löst das mittels Hormonen einen Reparaturmechanismus aus. Das beschädigte Gewebe muss neu gebildet und ersetzt werden, neue Blutgefäße müssen gebildet und angeschlossen werden. Das alles übernehmen u.a. pluripotente Zellen, sogenannte Trophoblasten, die sich unbegrenzt teilen und in die Zellen des Zielgewebes differenzieren können. Damit sie das unbehelligt von unserem Immunsystem tun können, sind sie mit einer Proteinhülle vor ihm getarnt. Das Problem ist nun, dass sie selbst nicht wissen, wann der Heilungsvorgang beendet ist. Das bekommen sie von unserem Organismus gesagt, wobei die genauen Mechanismen noch unklar sind. Bekannt sind aber zwei Mechanismen: Zum einen sorgen zu gegebenem Zeitpunkt bestimmte Enzyme der Bauchspeicheldrüse (u.a.Trypsin und Chymotrypsin) dafür, dass ihre Proteinhülle abgebaut wird. Dadurch werden sie für das Immunsystem sichtbar und werden von ihm zerstört. Greift dieser Mechanismus nicht, gibt es einen zweiten und hier kommt das B17 ins Spiel. Der Trophoblast produziert in großen Mengen ein Enzym, das in der Lage ist das B17 aufzuspalten. Es zerfällt dann in Zucker, Cyanid und Benzaldehyd. Cyanid (gfitig) und Benzaldehyd (sehr giftig) wirken synergistisch und bilden in Kombination ein sehr starkes Zellgift, dass den Trophoblasten (die "Krebszelle") sofort zerstört. Normale Zellen bilden das Spaltenzym nur in minimalen Mengen, dafür in größeren Mengen ein Schutzenzym, das das Cyanid in ungiftiges Thiocyanat umwandet. Anders gesagt: Die "Krebszelle" zerstört sich selbst, wenn genügend B17 in der Nähe ist.

Damit wird auch klar, warum die Vollwerternährung das Krebsrisiko zwar senkt, aber ihn nicht verhindern kann. Sie sorgt zwar dafür, dass die Bauchspeicheldrüse ordnungsgemäß funktioniert und so der erste Schutzmechanismus greift, aber wenn das nicht ausreicht, fehlen entsprechende Mengen B17 im Organismus, um den Trophoblasten zu stoppen. Er arbeitet einfach immer weiter, teilt sich immer mehr, bildet immer neues Gewebe und schließt es an Blutgefäße an. Die "Krebszelle" macht also einfach das weiter, was ihre natürliche Aufgabe ist. Der Organismus merkt das natürlich und greift zum letzten Mittel: Er versucht, die nicht aufzuhaltenden "Krebszellen" abzukapseln. Gelingt das, entsteht ein gekapselter Tumor, der dann gutartig genannt wird, weil er nicht weiterwächst. Klappt es aber nicht, dann entsteht ein Mischgewebe zwischen "Krebszellen" und "normalen Zellen" und der Tumor wächst immer weiter - ein bösartiger Tumor ist entstanden.

Die Prävention müssen also dafür sorgen, dass zum einen die Bauchspeicheldrüse optimal funktioniert (das kann die Vollwertkost), zum anderen müsste sie für entsprechende Mengen B17 im Organismus sorgen. Das könnte die Vollwertkost auch, wenn man sie denn entsprechend auslegen würde. Leinsaat, Hirse, usw. kommen zwar in der Vollwerternährung vor, aber nicht in den nötigen Mengen, weil darauf keine besondere Empfehlung liegt. Stattdessen wird von den meisten hauptsächlich Vollkornmweizenmehl verwendet und Weizen ist die einzige Getreideart, die praktisch kein B17 enthält. Empfehlungen, die Kerngehäuse von Äpfeln mitzuessen, gehen zwar in die richtige Richtung, aber zum einen machen das die wenigsten, zum anderen werden die Kerne oft einfach verschluckt und so genauso wieder ausgeschieden. Mandeln werden grundsätzliche als "süße Mandeln" verwendet, die keinerlei B17 enthalten. Das wurde ihnen herausgezüchtet, früher gab es in der Natur praktisch keine süßen Mandeln, sondern fast nur Bittermandeln. Schwarze und rote Beeren sind sündhaft teuer und kommen daher oft nur am Rande und zudem nur saisonal vor. Bittere Salate, die ebenfalls Vorstufen diese Stoffe enthalten, werden entbittert oder ihnen wurde das bitter abgezüchtet. Kohl und Kohlarten, die unerhitzt erhebliche Mengen an Vorstufen in Form von bspw. Sulforaphan (1-Isothiocyanato-4-methylsulfinyl-butan) enthalten, kommen in unerhitzter Form heute kaum noch in der Ernährung vor (Sulforaphan ist hitzeempfindlich)

Das Problem ist nun, dass Bruker diese Zusammenhänge nicht kannte, keine praktischen Erfahrungen damit hatte und die Ursache in Umweltbedingten Einflüssen, vor allem ionisierter Strahlung sah (die aber nur ein Auslöser ist, wie das Rauchen). Deshalb existiert diese Thematik bei Bruker nicht und damit auch nicht bei der GGB. Dort wird eben nur das wiedergegeben, was Bruker sagte.

Wichtig ist, zu verstehen, dass eine Vollwerternährung, die genügend B17 enthält, zwar u.U. zur Prävention ausreichen kann (man bedenke, dass wir etwa die sechste fehlernährte Generation sind), aber in der Regel nicht mehr zur Therapie, auch wenn sie ein wichtiger Teil wäre. Bei einem bereits bestehenden Tumor, vor allem bei aggressivem Wachstum, sind die über die Nahrung zuführbaren Mengen einfach zu gering. Das Problem ist, dass unser Organismus die Blausäure nur bis zu einer bestimmten Menge entgiften kann, es gibt also eine natürlich Grenze. Bei vielen Menschen ist durch das langjährige Fehlen von diesen Stoffen in der Ernährung die Entgiftungskapazität praktisch null. Diese Menschen bekommen bereits von zwei bitteren Aprikosenkernen (sie enthalten die größten Mengen) Vergiftungserscheinungen. Deshalb steht auf Verpackungen auch immer eine Warnung, nicht mehr als zwei davon pro Tag zu essen. Bei einem bestehenden Krebs muss der Arzt daher zu anderen Mitteln greifen und den Stoff (der dann Laetril heißt) intravenös in größeren Mengen zuführen. Das ist in der Regel aber nur ein Teil einer ganzheitlichen Therapie.

Das Beschriebene ist unter der sog. Trophoblastenthese bekannt, die aber eigentlich keine These mehr ist, denn sie wurde klinisch von Ärzten und in Studien von Forschern bereits bewiesen. Das Thema Krebs könnte man also sehr einfach lösen - so wie man damals Beri-Beri, Pellagra und Skorbut in den Griff bekam. Aber man will nicht. Das Problem dabei: Man kann den Stoff nicht patentieren, denn er kommt in der Natur vor. Und was man nicht patentieren kann, bringt kein Geld, weshalb alles getan wurde, um die These als falsch und unwirksam darzustellen. Studien wurden manipuliert, Ärzte diskreditiert, Medien wurde mit Fehlinformationen versorgt. Krebs ist nun einmal eine Goldgrube, die Krankheit bringt jährlich Milliarden ein. Das läßt sich niemand einfach so wegnehmen. Und so werden leider weiter Menschen an Krebs erkranken und sterben, bis sich in vielen Jahrzehnten vielleicht mal die tatsächliche Lösung durchsetzt. Bei Skorbut war das damals ähnlich. Der verursachende Vitamin C Mangel wurde als Ursache auch jahrzehntelang von der Medizin rigoros abgelehnt und viele mussten sterben, bis die simple Tatsache als Ursache anerkannt wurde.

Dass es tatsächlich funktioniert weiß ich, weil ich Leute persönlich kenne, die an Krebs erkrankten und diese Therapie wählten. Und die heute acht Jahre nach Diagnose gesund, munter und krebsfrei sind. Ich muss glaube ich nicht erwähnen, wie ein Krebskranker nach acht Jahren konventioneller Therapie aussieht...

Es gibt beim Thema Krebs einige seltsame Effekte, wie die Metastasen, die Ignoranz des Immunsystems gegenüber Krebszellen, dass Diabetiker ein sehr viel höheres Krebsrisiko haben oder dass Tiere in freier Wildbahn nicht an Krebs erkranken. Effekte, bei denen sich die Schulmedizin mit der "mutierte Zellen" Theorie schon sehr verwinden muss, um überhaupt irgendwie Erklärungen zu finden, die sich aber mit der Trophoblastenthese plötzlich ganz einfach erklären lassen.

Das wurde dann doch ein wenig länger als gedacht.. ;) Ich bitte daran zu denken, dass das alles nur meine persönliche Meinung und Arbeitshypothese ist. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und sollte eine Therapie immer mit seinem Arzt besprechen, der sich hoffentlich in der jeweiligen Krankheit gut auskennt. Recherchiert bitte selbst, macht euch eure eigenen Gedanken und entscheidet selbst für euch. Gerade bei Krankheiten wir Krebs will jede Entscheidung gut überlegt sein.
Liebe Grüße,

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