Wirklich veganes Gebäck?

Hier hinein gehören Rezepte zur veganen Vollwertkost. Diese Rezepte enthalten keine tierischen Produkte wie Milch, Butter, Sahne, Honig, Eier, etc. Sie müssen dennoch vollwertig sein!

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Wirklich veganes Gebäck?

Beitragvon saschi » Fr 4. Apr 2008, 14:20

Hallo, hat hier vielleicht jemand Rezepte für leckeres Gebäck die auch wirklich ohne Honig, Sahne und so auskommen, also vegan?
Was kann ich zur not als Honig-Ersatz benutzen, oder Sahne-Ersatz?
Alle Rezepte hier sind ja entweder mit Honig oder Sahne...
saschi
 

Beitragvon Diätmuffeline » Fr 4. Apr 2008, 23:00

Hallo Saschi,

ein (selbst ausprobiertes) Rezept habe ich leider nicht für Dich. Meine Tipps: statt Honig pürrierte Trockenfrüchte (oder normale Datteln) und deren Einweichwasser benutzen. Wenn es nicht süß genug wird, solltest Du es in Kombination mit Stevia versuchen. Da ist Alex die Spezialistin. Statt der tierischen Fette kommen Cocos-Öl/Butter nativ (bleibt bei Raumthemperatur fest), sowie natürlich Nussmuse und Öle in Frage. Die selbstgemachten Muse sind fester und garantiert rohköstig.

Hier ein allerdings nicht süßes Rezept, welches auf meiner Unbedingt-mal ausprobieren-Liste steht:

50 g Cocos-Öl
150 g Kichererbsenmehl
150 g Kokosnussmilch

Butter erhitzen, Mehl einrühren, Milch zugießen. Dünn auf ein Blech streichen, kühlen (trocknen) lassen und in Stücke schneiden.

LG
Petra
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Beitragvon saschi » Sa 5. Apr 2008, 00:03

Hallo Petra,
was ist denn Kichererbsenmehl? Kann man das kaufen, oder hast du das selbst gemahlen? Auf wieviel Grad erhitzt du die Butter?
saschi
 

Beitragvon Diätmuffeline » Sa 5. Apr 2008, 11:18

Hallo Saschi,

Nur ganz dolle Mühlen können Kichererbsen mahlen, meine nicht, denn die Dinger sind ziemlich hart. Man kann sie wie getrocknete Bohnen und Erbsen kaufen, normal weicht man sie ein, bevor man sie kocht. Man kann sie aber eben auch als Mehl verwenden.

Ich kaufe das Mehl im Bio-Laden. Wenn Du in arabischen Imbissen schon mal Falaffel gegessen hast oder Dich an die gelbliche Soße (Hoummous) in einem Arabic Giros erinnerst: Diese Sachen werden aus Kichererbsenmehl gemacht, eine weitere charakteristische Note dazu ist Kreuzkümmel (Cumin) als Gewürz.

Fertiges Kichererbsenmehl gibt es genau wie Maismehl in türkischen und arabischen Geschäften und eben auch im Bio-Laden. Meines ist bereits geröstet, das steht dick vorn auf der Packung. Das Rösten erhöht, ähnlich wie bei Nüssen, das Aroma. Wenn man ungeröstetes Mehl hat soll man es für das obige Rezept kurz in einer Pfanne ohne Öl anrösten.

Das Rezept ist wegen der Kokosmilch und dem gerösteten Kichererbsenmehl nicht rohköstig, daher ist dann die Temperatur der erhitzten Cocos-Butter auch nicht so wichtig. Ich hatte da nur "nativ" geschrieben, weil man sie ja auch noch für andere Sachen verwenden kann. Dafür würde ich sie dann z.B. in einem Wasserbad zerlassen, damit sie nicht zu heiß wird. So ein Glas ist recht teuer, dafür hält es sich eeeewig, genau wie Nussmus.

Für dieses Rezept werde ich sie einfach in einem Topf zerlassen, also erst ganz hoch stellen, wenn es anfängt zu schmelzen auf 2 (von 9) herunterstellen und dabei etwas rühren. Dann sofort Mehl zufügen und auf 9 stellen, unterrühren und dann sofort die Kokosmilch dazu. Unter Rühren, damit der Pamps nicht ansetzt, warten, dass es aufkocht. Dann dickt es schön ein und wird ein zäher Brei. Und dann runter vom Herd.

Die Packungen mit dem Mehl sind im Bioladen recht klein und Du könntest es z.B. auch für Hoummous verwenden. Das ist schnell zubereitet und wirklich ein leckerer Dip - und übrigens auch vegan. Ich schreibe hier mal die halbe Menge, reicht als Einzelperson. Hält sich ein paar Tage im Kühlschrank.

50 g Kichererbsenmehl
1/2 TL Salz
125 ml Wasser

1,5 EL Olivenöl
2 TL Sesammus (Tahin)
eine Prise Zimt
eine Prise Paprika
wer mag und hat: eine Prise Rosenpaprika (ist sehr scharf)
eine Prise Kreuzkümmel (Cumin)
1 dicke Knoblauchzehe
einen Spritzer Zitonensaft.

Mehl mit Salz vermischen und zusammen mit dem Wasser auf höchster Stufe aufkochen. Spätestens nach dem ersten "Blub" mit dem Rühren beginnen, sonst brennt es an. Je länger man es kocht (immer schön rühren, sonst setzt es an), desto fester wird das Mus. "lang" heißt hier 3 min. statt 1 min. Etwas abkühlen lassen. Das Mehl braucht die Zeit zum Quellen. Man muss dann die Konsistenz mit Olivenöl korrigieren, die 1,5 EL sind das Minimum, ich nehme gern mehr :wink: Dann den Zitronensaft und die Gewürze zufügen, umrühren und abschmecken. Es schmeckt sowohl lauwarm als auch kalt. So ist es ein fester Brei, wenn es flüssiger sein soll, muss man mehr Wasser, Öl und evt. Zitronensaft nehmen.

Viel Erfolg :P
Petra
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Beitragvon saschi » Mo 7. Apr 2008, 17:07

Hab mich letztens mal im Bio-Laden besser umgeschaut... Als Sahne nehme ich eine aus Hafer (Oatly) und für Honig einfach Agavendicksaft.
Ich weiß, das ist alles nicht vollwertig, aber besser als nichts. Was wirklich vollwertiges gibt es dafür glaub ich eh nicht. Und Außerdem geht ja einiges eh beim backen verloren.
saschi
 

Beitragvon Rapunzel » So 13. Apr 2008, 09:04

Hallo, vegan und vollwertig backen ist ziemlich schwierig. Aber wem sage ich das.... :wink:


Walnusskekse (ergibt 2 Backbleche)

1,5 Tassen Haferflocken (ca. 150g)
1,25 Tassen Weizenvollkornmehl (ca. 175g)
1 Tasse Walnusskerne
0,75 Tassen Datteln
0,5 Tassen Wasser (125ml)
100g Rosinen
2TL Mandelmus

Die Walnüsse mit den Datteln zusammen durch den "Fleischwolf" drehen (oder sonstwie zerkleinern?) und anschließen mit den übrigen Zutaten mischen.
Die Masse als kleine Häufchen auf ein Backblech setzen, evtl mit einer Gabel etwas flachdrücken und bei 180 Grad (Ober- u. Unterhitze) 30 bis 40 Minuten backen.
Die Kekse dürfen nicht zu dunkel werden, sonst schmecken sie bitter.

Walnüsse sind nicht jedermanns Geschmack, das Rezept klappt natürlich auch mit anderen Nüssen.

LG Rapunzel
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Beitragvon Minou » Mi 23. Apr 2008, 16:37

Ich hab ein Rezept, was ich sehr liebe, allerdings muss man selber ausprobieren ab wann das Verhältnis der Zutaten stimmt.

Energiebällchen

Hafer
Trockenfrüchte (Datteln, Aprikosen, Pflaumen,...)
Kokosnussflocken

Den Hafer quetschen, die Trockenfrüchte kleinschneiden und hacken. Alles zu einer leckeren Pampe mischen und zu Kugeln formen. Diese kann man in Kokosflocken rollen (muss man aber nicht) und dann z.B. als "Pralinen" anbieten.

Viel Glück!
Minou
 
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