Jahrelange Hormonstörungen

Ein Anlaufpunkt für alle, die Mama (oder Papa) werden wollen oder es schon sind. Thema dieses Forums ist die vitalstoffreiche Vollwertkost in Schwangerschaft, Stillzeit und den ersten Jahren bis zur Kindergartenzeit. Natürlich können auch mit der Schwangerschaft verbundene Themen wie Erfahrungsaustausch zu Voruntersuchungen, Kindergarten, Wohlfühlen, Nestbau, Erziehung, usw. diskutiert werden.

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Jahrelange Hormonstörungen

Beitragvon 3isblume » Di 10. Sep 2013, 14:16

Hallihallo :-)

Nachdem ich mich lange durch sämtliche Themen gelesen habe schreibe ich nun einfach mal meine Geschichte auf.
Ich bin 22 Jahre jung und leide seid dem ich die Pille vor 3 Jahren abgesetzt habe unter heftigen Hormonstörungen. Alles fing mit großen Unregelmäßigkeiten an. Zyklen von einigen Monaten waren normal. Dann wurde ich wegen einer Eierstockzyste operiert (Heute denke ich man hätte es homeopathisch oder mit Akkupunktur in den Griff bekommen). Nun ja seid dem habe ich oft Zysten und vieeele Schmerzen hinter mich gebracht. Dazu kamen Stimmungsschwankungen und schlimme schwäche Zustände sowie 20 Kilo mehr auf den Rippen. Einfach furchtbar!!! Immer wenn wieder Zystenschmerzen kamen habe ich nur noch geheult! Ich war kurz davor wieder die Pille zu nehmen. Aber da das gegen alle meine Überzeugungen geht habe ich es einfach ertragen. Ich bin laufend in Therapie mit Homeopathie und Akkupunktur und langsam aber sicher wurde es ein wenig besser. So nachdem ich nun 14 Kilo verloren habe (anfangs durch den falschen Weg, dann mit VWK) verändert sich mein Körper zusehends. Mein Kinderwunsch ist riesig, aber da ich noch in der Ausbildung stecke versuche ich mich zu beherrschen. Diesen Monat kann es aber unverhofft anders kommen. Mein Eisprung kam nun völlig überraschend früh! Das ist das erste mal und nun denke ich natürlich das es mit der VWK zu tun haben muss! Nun kann es definitiv sein das ich wohl doch schon früher als erwartet/geplant schwanger geworden sein könnte. Ist zum Glück nicht so schlimm, da ich einen wundervollen Mann habe und 2 Familien die uns mit allem Unterstützen was man sich vorstellen kann.

Ich bin einfach nur überwältigt über die Entwicklung und es bestärkt mich um so mehr konsequent weiterzumachen!!!
Nun wollte ich gerne wissen ob unter euch auch welche sind die Hormonelle Störungen hatten und diese in den Griff bekommen haben?!
Entschuldigt die Rechtschreibfehler ich musste das auf die schnelle aufschreiben ;-)

Liebe Grüße

Anna
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Re: Jahrelange Hormonstörungen

Beitragvon Tanja Z. » Di 10. Sep 2013, 16:30

Hallo,

ich wollte dir kurz mal von meinen Hormonproblemen schildern und dass dann doch alles gut geworden ist. Ich bin heute 45 Jahre alt. Mit 17 Jahren begann ich die Pille zu nehmen. Habe sie nie richtig vertragen und schon damals begann das Hormonübel. Ich bekam zusätzlich Hormone. Dadurch bekam ich schlimme Beschwerden am Zahnfleisch unter dem ich heute noch zu leiden habe. Nach häufigem Pillenwechsel hatte ich die Schnauze voll und setzte sie ab. Danach bekam ich meine Tage nicht mehr und wieder musste ich Hormone nehmen. Irgendwann ging ich zu keinem Frauenarzt mehr sondern nur noch zu einer Heilpraktikerin. Nach noch einem halben Jahr bekam ich meine Tage ganz von alleine wieder. Der Frauenarzt sagte damals, dass ich ohne Hormone nie schwanger werden kann. 1998 bekam ich eine gesunde Tochter und 2002 einen gesunden Sohn. Ohne Hormone. Zwischendurch hatte ich immer mit Zysten zu kämpfen. Die Ärzte wollten immer operieren. Ich machte einfach gar nichts und gehe jetzt wirklich zu keinem Frauenarzt mehr. Bei gesundheitlichen Problemen mache ich mir einen Termin bei Dr. Birmanns, der mich immer in meinem Weg bestärkt. Trotz meinem unregelmäßigen Zyklen und den Zysten mache ich mich nicht verrückt und sehen den Wechseljahren gelassen entgegen. Die Vollwerternährung und überhaupt meine ganze Einstellung zum Leben haben bestimmt dazu beigetragen, dass es irgendwie alles gut ging.

Lieber Gruß
Tanja
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Re: Jahrelange Hormonstörungen

Beitragvon greenapple » Mo 16. Sep 2013, 15:36

Hallo Tanja,

eine Frage, hatte dir die Heilpraktikerin geholfen (wie?) oder kamen deine Tage einfach so wieder?
Habe nämlich leider selbst immernoch Hormonstörungen :( (oder irgendwas anderes), wobei ich, soweit ich weiß, keine Zysten habe..
Liebe Grüße, Lena

Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen... [K. Marti]

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Re: Jahrelange Hormonstörungen

Beitragvon Tanja Z. » Mo 16. Sep 2013, 17:23

Hallo,

ich war zwar in Behandlung bei der Heilpraktikerin, doch am Anfang tat sich da gar nichts. Ich glaube ich war dann schon gar nicht mehr in Behandlung als ich meine Tage plötzlich wieder bekommen hatte.

Lieber Gruß
Tanja
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Re: Jahrelange Hormonstörungen

Beitragvon Jojo » Mi 18. Sep 2013, 21:07

Hallo Anna,

ja ich hier....

Kurzer Leidenslauf:

ca. 15 Jahre - noch nie Zyklus gehabt, wenn überhaupt etwas Schmierblutung. Böse Akne. Pille von Frauenarzt, denn die regelt alles schön. Okay, immerhin hatte ich die langersehnten Abbruchsblutungen. Dachte schon mit mir stimmt was nicht. Die Akne behielt ich aber trotzdem.

ca. 20 Jahre - mag keine Pille mehr nehmen, alternative: Kupferspirale. Ergebnis: entweder keine Blutung, oder ewige Schmierblutungen. -> Frauenarztwechsel nach ca. 1 Jahr.

Neue FÄ machte Hormonspiegel und diagnostiziert PCO-Syndrom. Dazu gehören Zystenketten in den Eierstöcken, Akne, Neigung zu Adipositas und Insulinresistenz. Kupfer-Spirale raus, wieder Pille rein. Im Internet habe ich dann viel nachgeforscht und bin meinen ersten Foren beigetreten. Habe dann den Zusammenhang mit der Insulinresistenz noch beim Diabetologen abklären lassen, wurde dann auch positiv auf IR getestet.

Als Folge davon wurde ich Anfang 23 extrem sensibel mit Zucker und Weißmehl. Leider habe ich allerdings einen "anderen" Weg erwischt und zwar Low-Carb und Co. und habe aufgrund der IR und eines Kinderwunsches Metformin (das Zuckermedikament) genommen.

Ich war 24, als mein 1. zur Welt kam. Schwanger im 3. Zyklus nach Pille. Allerdings war jeder Zyklus 35 Tage. Mit 27 bekam ich meinen 2. Sohn, wieder schwanger im 3. Zyklus (nach Nuvaring), aber in diesem 3. Zyklus war der Eisprung schon 2 Wochen später als sonst. Ich nehme an, wäre ich da nicht schwanger geworden, hätte sich der Alptraum mit den "Nicht-Zyklen" wiederholt. Bis auf 5 hatte ich also bis zu meinem 33. Geburtstag keine richtigen Zyklen.

Da ich Angst hatte nicht sagen zu können, wann ich einen Eisprung habe und wann nicht, habe ich mich lange gescheut, den Nuva-Ring abzusetzen.

Inzwischen habe ich den 6. Zyklus mit 35 Tagen inkl. Eisprung in Folge und es geht mir prima. Endlich habe ich die Fessel "hormonelle Verhütung" gesprengt und ich kann gar nicht beschreiben, wie toll das ist. Ich bin noch ein Stückchen mehr ICH geworden, was schon mit der Umstellung auf Vollwertkost vor 1,5 Jahren begonnen hat. Auch meine Akne bin ich (fast) los. Und mein Mann freut sich wie ein Schnitzel, da die trauten Stunden zu zweit enorm zugenommen haben :oops: . Nur ein paar Kilo zuviel auf der Waage scheine ich nicht loslassen zu können....

Ich bin absolut sicher, dass ich das PCO-Syndrom mit der VWK "an die Leine" genommen habe, aber auch, dass sie wieder ausbricht, wenn ich die Leine los lasse.


Das erinnert mich daran, dass ich langsam wieder etwas strenger mit den Ausnahmen umgehen sollte, was ich im Urlaub nicht so eng gesehen habe.... :shock:

LG Jojo
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Re: Jahrelange Hormonstörungen

Beitragvon 3isblume » Mi 25. Sep 2013, 13:56

Mensch JoJo das hört sich ja wirklich übel an. Da bekomme ich ja gleich ein schlechtes Gewissen ;-)
Also bei mir wird es immer immer besser! Bin sowas von glücklich!!! Zyklen sind auch länger als bei anderen aber solange es einigermaßen regelmäßig ist bin ich zufrieden :-). Naja momentan trage ich so einige Symtömchen mit mir rum und villt hat es ja geklappt mit dem Nachwuchs. Werde aber noch abwarten bis ich dem auf den Grund gehe. :-)
Ich muss nochmal sagen, dass ohne die Homeopathie alles anders wäre! Dann wäre ich definitv wieder bei Hormonen gelandet. Aber die Vollwertkost scheint einfach die perfekte Abrundung zu sein. Das Übergewicht hat sich nun fast komplett verabschiedet. 5 kilo noch dann ist alles wie es sein soll. JUHU! :-P

So wünsche euch einen wundertolligen Tag!!!:-)

Anna
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Re: Jahrelange Hormonstörungen

Beitragvon Jojo » Do 26. Sep 2013, 21:37

Hallo Anna,

wenn ich eins gelernt habe in meinem bisher 33jährigem Leben dann das, dass alles so kommt wie es gerade richtig ist.

Auch wenn es einem persönlich oft mal nicht in den Kram paßt, aber im Nachhinein war es gerade so richtig, wie es gekommen ist.

Und genau das wünsche ich dir: Dass alles so kommt, wie es für DICH richtig ist :D
LG Jojo

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Re: Jahrelange Hormonstörungen

Beitragvon lucy » Fr 27. Sep 2013, 06:57

Hallo Anna!
Das freut mich für dich.Ich hoffe daß das mir der Schwangerschaft- wenn nicht jetzt dann wannanders- klappt.Ich habe selber seitdem ich Morbus Crohn, eine entzündliche Erkrankung des Darms , habe, kaum noch Periode.Und schon lange einen unerfüllten Kinderwunsch.Ich habe auch die ganz grosse Hoffnung dies durch die VWK und ganz viel Frischkost zu verbessern.Du machst mir echt Hoffnung.Ich möchte nicht mit künstlichen Hormonen hantieren.
Alles gute!
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