Liebes Tagebuch...

Hier hinein gehören Erlebnisse und Geschichten rund um die Vollwerternährung. Lustige und nachdenkliche Begebenheiten beim beim Einkaufen, in der Familie, in Beruf und Freundeskreis oder auch beim Arzt. Aber auch eure Erfahrungsberichte und Erfolge sind hier willkommen! Beschreibt doch mal, wie ihr zur Vollwerternährung gefunden habt und welche Veränderungen das mit sich brachte. Macht bitte für jede neue Geschichte auch ein neues Thema auf!

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Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » Sa 25. Feb 2012, 14:57

Tagebücher gibts hier sicher schon einige, hier ist noch ein weiteres :-) Wer Lust, liest mit und wer dazu noch lieb ist, motiviert mich ;-) Und vielleicht liest hier dann mal der ein oder andere Neuling rein, der sich für VWK interssiert...

Ich starte gerade mit meinen Infos über VWK und versuche, einen Teil davon schon auszuprobieren. Aber alles nach dem anderen.

Wer bin ich?
Stephie, 33, alleinerziehende Mama von zwei Kindern, selbständig als Business Analyst und mit einer Beratungs- und Vermittlungsagentur für hochbegabte Arbeitssuchende und ich studiere an der Fernuni Hagen Wirtschaft. Ich wohne in der Nähe von Frankfurt und fahre da auch jeden Tag zur Arbeit hin. Meine Kinder sind 17 und 11, gehen fleißig zur Schule und ich habe echt Glück mit den beiden: ich habe kaum Pubertätsterror :-)

Wie sieht meine Ernährung im Moment aus?
Wie es wohl viele kennen: es muss oft schnell gehen, sollte es aber auch noch ein bisschen gesund sein. Mein Brot habe ich bis vor einiger Zeit gekauft, meist abgepackt, weil es sich einfach länger gehalten hat. Die Kids fahren auf Cornflakes in jeglicher Form ab. Wir essen kein Fast Food im klassischen Sinn (der Schachtelwirt hat mich schon seit Jahren nicht mehr gesehen), aber es wird oft "einfach schnell mal" eine Tüte Nudeln gemacht oder irgendetwas *schäm* mit einer Maggi-Tüte. Es gibt zwar viel frisches Obst und Gemüse, aber das kann wahrscheinlich gar nicht den Rest an Fehlernährung wett machen.

Wieso will ich mit VWK anfangen?
Ich fühle mich unwohl, wenn ich so ein schnelles Maggi-Tüten-Essen in mich geschoben habe. Wenn ich lese, was alles in fertigem Brot oder anderen Sachen, deren Produktion ich nicht sehe, drin sein soll, krieg ich eine Gänsehaut. Ich hasse es, wenn ich in FFM am Bahnhof am MCD vorbei gehe, es rieche und die Massen reinrauschen sehe. Ich bin ein Schokoladenjunkie, habe Übergewicht und will beides ändern. Und ich fühle mich wohl, wenn ich etwas gesundes getan habe - mehr davon! :-)

Soviel zum ersten Beitrag, sonst hat keiner mehr Lust, das zu lesen :-)
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » So 26. Feb 2012, 21:58

Ich habe mir heute mal angesehen, welche "Muggelvorräte" ich hier habe, hauptsächlich sind es Zucker und Mehl, vier Tüten Mehl und zwei Tüten Zucker. Meine Nachbarn hatten nichts dagegen, alles zu erben, als ich Ihnen sagte, dass ich ein VW-Experiment plane :-)

Vor ein paar Tagen habe ich schon ein bisschen Weizen, Roggen und Dinkel in einer Mühle in meiner Nähe gekauft und uns da abends immer einen Frischkornbrei zubereitet, schmeckt uns ganz gut, nur der kleinste ist nicht wirklich glücklich ohne einen Löffel Honig. Das sollte aber wahrscheinlich kein Problem sein.

Bisher schrote ich das Getreide in meinem Mörser, das macht aber nicht wirklich Spaß so auf Dauer :-) Und weil ich das nicht mehr lange machen will und weil ich nicht immer das Vollkornmehl aus dem Bioladen kaufen will, habe ich mir jetzt eine Mühle bestellt, Mitte nächster Woche soll sie kommen.
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » Mo 27. Feb 2012, 14:18

Ich habe mir das Buch "Unsere Nahrung - unser Schiksal" besorgt und den Anfang schon gelesen. Da kommt eine Seite, da schreibt der Autor über mehr als fünf Zeilen, welche Stoffe vom Menschen gebraucht werden, wobei das nur ein Auszug ist.

Mal die Frage an alle: Wie geht ihr vor, um von allem ausreichend zu euch zu nehmen? Mir erscheint das sehr umständlich, alles zu berechnen, ich habe das Gefühl, ich wäre dann wahrscheinlich mit nichts anderem mehr beschäftigt.
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » Fr 2. Mär 2012, 11:05

Meine Mühle ist da :-D Gestern habe ich das erste Brot mit selbst gemahlenem Mehl gebacken. Tolle Sache. Den Frischkornbrei vorzubereiten ist jetzt auch nicht mehr so ein Akt wie mit dem Mörser.

Mein Brot schmeckt irgendwie fad. Wer hat Tipps oder Ideen? Welches ist euer liebstes Brotrezept? ;-) Ich werde am Wochenende versuchen, einiges auszuprobieren.
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Katjacorgi » Fr 2. Mär 2012, 11:26

Hey Stephie,

ich hab mit diesem Brot angefangen, da geht nix schief :-)
Iss abwechslungsreich und lass nach Dr. Bruker die 4 zu vermeidenden Dinge wech, dann musste gar nix zählen.
Liebe Grüße Katja

„Sobald jemand in einer Sache Meister geworden ist, sollte er in einer neuen Sache Schüler werden.“
Gerhart Hauptmann (1862-1946), dt. Dichter
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » Fr 2. Mär 2012, 11:38

Ja wunderbar Katja, vielen Dank :-D

Die vier zu vermeidenden Dinge habe ich wahrscheinlich überlesen oder ich bin noch nicht so weit... finde ich sicher noch.
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Katjacorgi » Fr 2. Mär 2012, 11:43

Liebe Grüße Katja

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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Joachim » Fr 2. Mär 2012, 12:16

Hallo Stephie,

Mal die Frage an alle: Wie geht ihr vor, um von allem ausreichend zu euch zu nehmen? Mir erscheint das sehr umständlich, alles zu berechnen, ich habe das Gefühl, ich wäre dann wahrscheinlich mit nichts anderem mehr beschäftigt.


Richtig. Aber genau das ist völlig überflüssig. :)

Schau dir mal die Tiere in freier Wildbahn an - die wissen nicht einmal, was ein Vitamin ist und trotzdem erkranken sie nicht an den vielen Zivilisationskrankheiten. Warum? Weil ihre natürliche Ernährung alle Vitalstoffe enthält, die sie benötigen. Wäre das nicht so, wären sie sicher schon lange ausgestorben.

Für uns Menschen gilt genau das gleiche: Solange wir uns an die von der Natur vorgesehene Nahrung halten, ist alles enthalten, was unser Organismus benötigt. Das funktioniert erst dann nicht mehr, wenn wir die von der Natur gegebene Nahrung verarbeiten, konservieren, präparieren und damit einen mehr oder weniger großen Teil der enthaltenen Vitalstoffe zerstörten.

Bis vor rund 150 Jahren gab es noch keine verarbeitete Nahrung, erst danach entstand die Nahrungsmittelindustrie. Deshalb ist die Menschheit auch noch nicht ausgestorben - sie hat sich bis vor rund 150 Jahren weitgehend naturbelassen ernährt. Oder, anders ausgedrückt: Seit 150 Jahren arbeitet die Menschheit daran, sich selbst auszurotten.

Da die etablierte Wissenschaft aber fast ausschließlich von Pharma- und Nahrungsmittelindustrie gestellt wird, und diese Industriezweige natürlich kein Interesse daran hat, sich selbst überflüssig zu machen, versucht man eben nicht, einfach wieder zur naturbelassenen Ernährung zurückzukehren (wie wir das hier machen), sondern man versucht, die durch die verarbeitete Nahrung verursachten Mängel auszugleichen (Vitaminzusätze, Nahrungsergänzungen) und/oder an der Behandlung der daraus entstehenden Krankheiten zu verdienen. Und man verdient gut. Sehr gut.

In der Vollwerternährung werden möglichst gering verarbeitete Lebensmittel verzehrt, ein wichtiger Punkt ist die unverarbeitete Nahrung in Form von Frischkost. In dieser Form liefert sie deinem Organismus alle notwendigen Vitalstoffe, ohne daß du dir Gedanken darüber machen mußt, welche das sind. :) Die Aufzählung in dem genannten Buch hat vor allem den Sinn, dem Leser klarzumachen, daß es sehr viele dieser wichtigen Stoffe gibt und daß man eben unmöglich seine Ernährung danach ausrichten kann. Ich denke, wenn du weiter liest, wird dir das dann auch sehr schnell klar werden.
Liebe Grüße,

...Joachim

Meine Beiträge sind persönliche Meinungsäußerungen und reflektieren nicht die Ansichten des GFMW oder anderer Organisationen.
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » So 4. Mär 2012, 13:33




Super, danke. Da ist ja alles zusammengefasst. :-D
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » So 4. Mär 2012, 13:51

Joachim hat geschrieben:Richtig. Aber genau das ist völlig überflüssig. :)


Ich bin sooo beruhigt. :-)
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » So 4. Mär 2012, 18:04

Danke noch einmal, Katja, das Rezept ist wirklich super einfach!
Ich habe es gestern und heute in verschiedenen Varianten probiert, erst so, wie es da stand, dann mit Möhren, mit Paprika und mit Gurken. Feine Sache :-D

Gestern habe ich bei einem Bauern direkt um die Ecke meine Milch gekauf. Ich wusste von dem gar nicht, habe am Freitag den Bundesverband Deutscher Milchviehhalter angeschrieben und nachgefragt, wo ich in meiner Gegend einen Bauern finde, der direkt Milch verkauft. Die haben sich keine zwanzig Minuten später gemeldet und mir einen genannt.

Als Kind bin ich samstag mit einer Blechkanne losgeschickt worden, um Milch zu holen - das ist einfach ein tolles Gefühl, wieder solch eine Milch zu trinken. Ich weiß gar nicht, wann und warum sowas verloren geht.

Da die etablierte Wissenschaft aber fast ausschließlich von Pharma- und Nahrungsmittelindustrie gestellt wird...

Joachim, ist das so? Wie kommt eine solche Information zustande?
Und - ernähren diese Menschen sich anders, weil sie es besser wissen?
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » Di 6. Mär 2012, 12:33

Ich muss mal zwischendurch schreiben: Ich fühle mich echt gut! :-)

Und noch was tolles: Mein Schoko-Heißhunger ist weg! Es ist unglaublich und ich hätte das nicht für möglich gehalten. Ich habe es gestern erst gemerkt und weiß gar nicht, wann das genau passiert ist. Eine Bekannte bot mir ein Stück Schokolade an und ich... wollte es nicht. Prima, gell? :-D
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Katjacorgi » Di 6. Mär 2012, 12:55

Das war auch so mein erster "aha"- Effekt... Gutes Gefühl! ;-)
Liebe Grüße Katja

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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Stephie » Fr 16. Mär 2012, 10:37

Eine hübsche Erkältung hat mich ein zwei Tage ins Bett geschickt. Meine Kollegin sagte mir, dass sie nach einiger Zeit VWK nicht mehr großartig krank war. Mal sehen, wie es ist, wenn ich das länger mache.

Aber sonst habe ich regelmäßig Brot gebacken (Katja, das Rezept ist einfach spitze), mal einen Kuchen probiert und dabei den Zucker aus dem Rezept durch Honig ersetzt. Das funktioniert einfach wunderbar, ich konnte Honig sogar vorsichtig unter geschlagene Sahne geben.

Ansonsten kann ich sagen, dass ich schon nach wenigen Wochen weniger geworden bin :-) Seit meinem ersten Post, also fast drei Wochen, sind es ganze vier Kilo weniger geworden. Und das ohne irgendwelchen Hunger! Wahrscheinlich ist es auch die Schokolade. Egal - es macht Spaß und spornt an, ich mach weiter.
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Re: Liebes Tagebuch...

Beitragvon Soiree » Fr 16. Mär 2012, 11:12

Liebe Stephie,

das kllingt doch alles richtig toll, das war ja auch ein Blitzstart wie bei uns. Wir haben vor exakt einem Jahr angefangen mit der VWK und ich mußte gerade schmunzeln, weil ich das alles aus den Anfängen noch so gut von mir selbst kenne :D
Ich habe auch schnell ein Brotrezept gefunden, was sehr einfach ist, 10 Minuten Aufwand, dann eine Stunde backen und fertig ist unser Brot! Selbst mein Mann macht das gern selbst, er sagte gestern noch, das Brotbacken beruhigt ihn immer so und sei schon beinahe meditativ, dieses Mahlen und Kneten :wink:
Am Anfang braucht man für alles länger, das gibt sich mit der Routine glücklicherweise :mrgreen:

Viel Spaß und weiterhin so gute Erfolge mit der VWK wünsche ich dir!
"Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen." (Erich Kästner)
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